Intensivkapazitäten werden erweitert

Klinikum Landsberg im Krisenmodus

Klinikum Landsberg
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Planbare OPs abgesagt, Intensivbereiche erweitern: Der Notfallplan des Klinikums Landsberg.

Landsberg - Bereits gestern wurde bekannt, dass die Intensivstation des Landsberger Klinikums komplett ausgelastet ist. Für zwei leere Intensivbetten stehe kein Personal mehr zur Verfügung, teilte die Pressesprecherin des Klinikums Regina Miller mit. Jetzt werden alle planbaren OPs abgesagt sowie Schmerztagesklinik und ambulantes OP-Zentrum geschlossen. Zudem sollen zwei getrennte Intensivbereiche mit insgesamt 20 Plätzen eingerichtet werden.

„Die Lage im Hinblick auf das Corona-Virus ist mittlerweile extrem ernst“, teilt Marco Woedl, Vorstand des Klinikums Landsberg, mit. Im gesamten Rettungszweckverband Fürstenfeldbruck/Landsberg/Dachau/Starnberg stehen nur noch wenige bzw. keine freien Intensivbetten mehr zur Verfügung. Die Beatmungsmöglichkeiten sind ausgeschöpft. Patienten, die in Landsberg nicht mehr untergebracht werden können, werden durch die Rettungsleitstelle primär in andere Kliniken in Bayern transportiert oder gegebenenfalls verlegt. Aktuell sind im Oberland noch Kapazitäten verfügbar.

Daher wurde das Klinikum Landsberg nun vom Bayerischen Gesundheitsministerium dazu bestimmt, einen höheren Anteil von Behandlungskapazitäten ab sofort für die Behandlung von COVID-19-Patienten zur Verfügung zu stellen. Das heißt: Alle erdenklichen Maßnahmen werden jetzt ergriffen, um die Intensivkapazitäten im Klinikum Landsberg zu erweitern.

Ab Montag, 14.. Dezember, gilt Folgendes:

-       alle planbaren Operationen in allen Fachbereichen müssen abgesagt werden, sofern die Behandlung verschoben werden kann (Entscheidung durch den jeweiligen Arzt).

-       das Ambulante OP-Zentrum (AOZ) wird bis auf Weiteres geschlossen

-       der OP-Betrieb steht weiterhin für Notfälle zur Verfügung

-       die Schmerztagesklinik wird geschlossen

Ziel der Maßnahmen ist es, zwei Intensivbereiche zu betreiben: einen für infektiöse Patienten (Covid 19) mit elf Bettenplätzen und einen für nichtinfektiöse Patienten mit neun voll ausgestatteten Bettenplätzen.

Die durch diese Maßnahmen frei werdenden Ärzte und Pflegekräfte verstärken fortan den Personalpool Intensivstation, so Marco Woedl: „Wir tun alles, um im Katastrophenfall für die Bevölkerung da zu sein.“

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