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Mordsgaudi im Stadtsaal

Klüpfel und Kobr begeistern mit "Der Sinn des Lesens"

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Das Krimiautorenduo Klüpfel (rechts) und Kobr zu Gast im Stadtsaal Landsberg mit „Der Sinn des Lesens – die Jubiläumstour“

Landsberg – Riesenapplaus für „Kluftinger“ und seine Autoren Volker Klüpfel und Michael Kobr: Auf der großen Deutschlandtournee machte das Autorenduo vergangenen Sonntag Zwischenstation in der Lechstadt und präsentierte den zehnten Kluftinger-Krimi vor vollbesetztem Haus: „Landsberg ist ja quasi Heimspiel, da freuen wir uns immer drauf“, erzählen die gebürtigen Allgäuer. Zur Feier der Stunde gab es – wenn auch nur auf der Leinwand – ein grandioses Feuerwerk, köstliche Appetithäppchen zum Jubiläumsband „Kluftinger“ und jede Menge pikante Anekdoten über die Jugendjahre des Autorenduos und seiner Kultfigur: Kommissar Kluftinger.

„Wir tauchen in dem Fall tief in Kluftingers Vergangenheit ein und haben das zum Anlass genommen, auch unsere Anfänge auf der Bühne zu beleuchten, beispielsweise mit kompromittierenden Fotos aus unserem Privatarchiv“, so Klüpfel und Kobr über ihr neuestes Programm. Eine Rückblende also, wie „Klufti“ und seine Erfinder in den letzten 15 Jahren zu dem herangereift sind, was sie heute sind. Aber auch ein kleiner Vorgeschmack auf „Kluftinger“, der zehnte Band ihrer gleichnamigen Krimireihe.

Immerhin über 15 Jahre und neun Bände später wird das Rätsel nun gelöst, wie Kluftinger mit Vornamen heißt. An dem Abend erfährt das Publikum aber auch, wie der Kult-Kommissar zu seinem Kosenamen „Butzele“ kommt und wie der frisch gebackene Opa sich als Babysitter schlägt. Wie die Zeit vergeht, zeigen die Throwback-Fotos der beiden Allgäuer, die mit Miami Vice Sonnenbrille, blondiertem Haar und Jeans-Hemd „mit aufgeplatzten Pickeln“ fast jeden Modetrend mitgemacht haben.

Zwischendurch plaudern die Autoren aus dem Nähkästchen, dass sie ihr „Kluftiversum“ ursprünglich ganz anders inszenieren wollten. Unter ihren Buchideen gab es einen Vatikan-Thriller mit dem Titel „Scrotum“, eine gefühlstiefe Lovestory namens „Zwiebelstauden im Sommersturm“ und pure Lyrik mit dem Buchtitel „Geschichte eines Mannes, der vielleicht sein Zimmer verlässt, obwohl das Telefon klingelt“. Mitte der 90er Jahre überlegten sie sich sogar, einen düsteren Skandinavienkrimi namens „Smørebrødøre“ zu verfassen.

Der Abend erzählt aber auch die Geschichte von zwei Langzeit-Kumpeln, die es trotz allem – oder vielleicht sogar deswegen – schaffen, über Jahrzehnte miteinander gut auszukommen. Und zwar so gut, dass die beiden Freunde seit über 15 Jahren gemeinsam Bücher schreiben können: „Das gelingt uns jetzt besser denn je. Früher war es ein Hobby, nun ist es ein Beruf, den wir auch entsprechend professionell betreiben. Da haben persönliche Befindlichkeiten keinen Platz.“ „Wir wollen nicht streiten“, heißt es zu Beginn der Veranstaltung: ein guter Vorsatz fürs neue Jahr.

Jamila Tazit

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