Knapp gescheitert

Konnte die Niederlagen nicht verhindern: Torschütze Philipp Michl. Foto: Krivec

Das weinende Auge ist nach dem vergangenen Wochenende beim EV Landsberg deutlich größer als das lachende. Sowohl gegen Füssen (3:4 nach Penaltyschießen) als auch im Heimspiel gegen Regensburg (2:3 nach Verlängerung) war man auf Augenhöhe mit den Gegnern, doch statt sechs möglicher Punkte zum Vorrundenabschluss holte man so nur zwei. Damit geht die Mannschaft von Dave Rich mit zehn Punkten Rückstand auf Platz acht in die Zwischenrunde.

Der Trainer war am Montag trotz des Achtungserfolges immer noch nicht gut auf seine Stürmer zu sprechen. „Ich habe meine Leistungsträger bis jetzt nie kritisiert, aber irgendwann einmal muss man dann auch von ihnen verlangen, dass sie Tore schießen“, sagt der 41-Jährige. Der Ärger ist verständlich: Gegen Regensburg war man wieder einmal drückend überlegen, machte aus dem Schussverhältnis von 19:7 im ersten Drittel aber nichts. Rich: „Nachdem sich so viele Junioren am Samstag verletzt haben und wir nur mit zwei Reihen spielen konnten, war klar, dass es gegen Ende des Spiels schwierig wird. Deswegen hätten wir Tore vorlegen müssen. In Klostersee, Garmisch und Peiting hat das funktioniert, diesmal leider nicht. 0:0 nach dem ersten Drittel war zu wenig.“ Prompt gingen die Gäste zwischen der 37. und der 41. Minute mit 2:0 in Führung, wobei Torhüter Patrick Ashton jeweils nicht gut aussah. Rich nimmt ihn trotzdem in Schutz: „Im zweiten Drittel war Regensburg klar besser als wir und da hat er gut gehalten.“ Auf der Torhüterposition gibt es im Moment ohnehin keine Alternative, da für Rotislav Kosarek die Saison gelaufen ist und Alex Reichelmeir frühestens in zwei bis drei Wochen ins Team zurückkehrt. Nichtsdestotrotz kämpfte sich der EVL am Sonntag noch einmal beeindruckend in die Partie zurück. Michl verkürzte zwölf Minuten vor Schluss auf 1:2 und Troy Bigam ließ die gut 500 Zuschauer 20 Sekunden vor der Schlusssirene über den Ausgleich jubeln. In der Verlängerung hatten allerdings die Oberpfälzer die Nase vorne: Dörfler raubte mit seinem zweiten Treffer zehn Sekunden vor dem Penaltyschießen dem EVL einen weiteren Punkt. „Uns fehlt am Sonntag immer wieder die Kraft“, so Dave Rich, „also wussten wir, dass es schwer wird. Aber wir nützen eben auch unsere Überzahlchancen nicht.“ Dieses Manko ist durchaus auch strukturbedingt. „Ich wollte einen Torjäger holen, aber wir mussten zu diesem Zeitpunkt Geld sparen.“ An dieser Situation wird sich auch in der Zwischenrunde nichts ändern. Hoffnung gibt es laut Rich allerdings für die kommende Saison. „Wenn wir die Klasse halten, gibt es genügend aggressive, willige junge Spieler, die nach Landsberg kommen würden."

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