OB-Kandidat Felix Bredschneijder nominiert

100 Prozent für den "Trainerwechsel" im Landsberger Rathaus

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Rote Rosen, was sonst: SPD-Ortsvorsiteznde Gertrud Brandl-Beuth (links) und -Stadträtin Margit Däubler gratulieren OB-Kandidat Felix Bredschneijder.

Landsberg – Reine Formsache: Nach CSU (Neuner) und Grüne (Moritz Hartmann) hat nun auch die SPD ihren Kandidaten für das Amt des Oberbür­germeisters nominiert. Dem Beispiel FC Bayern München folgend, strebt auch Felix Bredschneijder einen Trainerwechsel an – an der Spitze der Landsber­ger Stadtverwaltung. Alle anwesenden und stimmberechtigten Genossen sprachen dem 41-jährigen Rechtsanwalt am Donnerstag ihr Vertrauen aus. Mehr geht nicht.

Mit Blick auf die jüngste Sitzung des Finanzausschusses (Seite 5), in der über eine Neuverschuldung von über 16 Millionen Euro debattiert worden war, änderte Bredschneijder spontan seine Bewerbungsrede. Die Einnahmen hätten sich hervorragend entwickelt und dringend notwendige Vorhaben könnten in Angriff genommen werden. „Doch der Stadt fehlt Personal und viele Vorhaben bleiben auf der Strecke oder sind von vornherein im Haushaltsplan nicht enthalten“, bemängelte der OB-Kandidat. Er sieht „absoluten Handlungsbedarf“. So könne der soziale Wohnungsbedarf nicht weiter vor sich hergeschoben werden. Die Stadt habe Grundstücke und liebäugele mit dem Verkauf, anstatt selbst Sozialwohnungen zu bauen. Dabei legte Bredschneijder den Fokus auf den nach wie vor unbebauten Wiesengrund an der Schongauer Straße. „Die Grundstückspreise steigen, die Mieten ebenfalls – das betrifft besonders den Bereich der Sozialwohnungen.“ Es gebe zwar Baugrundstücke und Investoren, aber seit Jahren passiere nichts.

„Mehr Hü als Hott wäre angebracht“, meinte der 41-Jährige, „um das heute Beschlossene nicht morgen zu ändern“. Dem Stadtrat fehle die führende Leitfigur, griff Bredschneijder den Amtsinhaber an, Ideen versandeten. Insgesamt gehe es um „mehr Wir als Ich“. Auch bei der unerlässlichen Kommunikation mit dem Bürger sieht der Herausforderer klare Defizite.

Dem Thema Verkehr schrieb Bredschneijder ein historisches Erbe zu. „Wäre damals nicht eine Brücke über den Lech gebaut worden, gäbe es Landsberg heute nicht.“ Und so wartet man in der Lechstadt nach wie vor auf ein taugliches Verkehrskonzept. Alternative Verkehrsmittel wie E-Bike oder Roller seien nicht wirklich ein Lösung. Vielmehr sei der Verkehr künftig in anderen Dimensionen zu beurteilen. „Wir müssen umdenken“, fordert Bredschneijder. Woher kommt der Verkehr? Gibt es ein neues Baugebiet? Wo entstehen neue Wohnungen und wo neue Arbeitsplätze? Brauchen wir neue Einkaufsmöglichkeiten? All diese Fragen seien mit Blick auf die Verkehrsentwicklung im Vorfeld zu beantworten.

Keine Schlafstadt

Im Rahmen der Stadtentwicklung zieht der SPD-Kandidat ein neues Pflaster für den Vorder- und den Hinteranger mit Anbindung an die Fußgängerzone in Betracht. Und: Die Altstadt sei der „Fingerabdruck Landsbergs“. Hier müsse man aufpassen, dass die Altstadt keine „Schlafstadt“ werde. Dazu seien Gespräche mit Eigentümern, Einzelhändlern und Konzernen zu führen. Vor allem sei darauf zu achten, dass der Einzelhandel seinen Platz behalte.

Felix Bredschneijder sieht „eine Menge Aufgaben“, auf die er unglaubliche Lust habe, sie voranzubringen und zu lösen. Wahlkampf mache Spaß und er sei nicht am Ende, sondern erst am Anfang mit seinem Team diese Herausforderungen aufzugreifen.

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