Erfreuliches Ergebnis im Haushalt 2020

Kommunalwerke Kaufering: Sonne lässt die Kassen klingeln

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Die Sonne soll auch 2020 für eine klingelnde Kasse bei den Kauferinger Kommunalwerke sorgen. Mehr als 619.000 Euro Gewinn werden durch die Photovoltaik erwartet.

Kaufering – Die Kommunalwerke der Marktgemeinde dürfen auch im Jahr 2020 wieder mit einem erfreulichen Gesamtergebnis rechnen. Der Gewinn soll nach der Planung bei rund 577.000 Euro liegen. Das gute Ergebnis ist dabei vor allem der gemeindeeigenen Photovoltaikanlage geschuldet. In diesem Segment wird ein Gewinn von 619.000 Euro erwartet. Ein Plus in Höhe von 81.000 Euro soll im Berichtsjahr auch die Wasserversorgung abwerfen.

Die Sparten Abwasserbeseitigung und Fernwärme schreiben 2020 dagegen voraussichtlich rote Zahlen. Beim Abwasser sind es 82.600 Euro, bei der Fernwärme 40.000 Euro.

Die Fernwärmeverluste sind nach Aussage der kaufmännischen Leiterin der Kommunalwerke Manuela Nitsche vor allem auf Mehraufwendungen bei der Hackschnitzelbeschaffung – plus 80.000 Euro – und Erdgaslieferung – plus 46.000 Euro – zurückzuführen.

Auch der Preisanstieg beim Strom sowie der EEG-Umlage tragen mit 31.000 Euro zum schlechteren Ergebnis bei. Dabei hatte die Fernwärme im Vorjahr erstmals schwarze Zahlen geschrieben.

Seit dem 1. Januar gelten auch neue Wasserpreis und Abwassergebühren. Der Kubikmeter Wasser kostet in Kaufering künftig 1,63 Euro. Bislang galt ein Preis von 1,44 Euro. Dazu kommt bei den meisten Haushalten noch eine jährliche Grundgebühr von 40 Euro, die bisher bei 20 Euro lag. Großverbraucher müssen hingegen eine höhere Grundgebühr bezahlen.

Beim Abwasser steigt der Preis pro Kubikmeter von bisher 1,71 Euro auf 2,37 Euro. Dazu kommt für den durchschnittlichen Haushalt mit einem sogenannten Nenndurchfluss 40 Euro Grundgebühr. Die Preise sind für einen Zeitraum von vier Jahren kalkuliert.

Schuldenabbau

Der Schuldenstand der Kommunalwerke belief sich Ende 2019 auf knapp 24,2 Millionen Euro. Doch befinden sich die Kommunalwerke auf einem guten Weg. Im Jahr 2014 betrug die Verschuldung noch 32 Millionen Euro. 2023 sollen es noch 18,7 Millionen Euro sein. Das Eigenkapital der Kommunalwerke betrug Ende letzten Jahres 6,1 Millionen Euro.

Für Marktgemeinderat Hans-Jörg Pilz (Grüne) ist das Minus bei der Fernwärme jedoch absolut nicht gerechtfertigt. „Man kann da etwas machen“, zeigt er sich überzeugt. Der Marktgemeinderat setzt darauf, dass die Werkleitung bei der Hackschnitzellieferung bessere Preise als die bestehenden nachverhandeln kann.

Siegfried Spörer

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