Kompromiss im Solar-Streit?

Der Streit um den Solarpark am „Schmie­chener Feld“ in Egling könnte in dieser Woche eine Wende nehmen. Am Donnerstag ist ein Termin anberaumt, bei dem beide Seiten über einen Kompromiss verhandeln sollen. Am Freitag schon könnte das Ergebnis auf der Gemeideratssitzung bekannt gegeben werden.

„Der Anwalt der Gegenseite (Ewald Zachmann, d. Red.) scheint interessiert zu sein“, gibt sich der 2. Bürgermeister Ferdinand Holzer vorsichtig optimistisch. Er selbst hat schon konkrete Vorstellungen, wie ein Kompromiss aussehen könnte. Im Vorfeld wollte er über Details aber noch nicht sprechen. „Es wird auf jeden Fall keine Lösung geben, bei der eine der Parteien ihre Forderung zu 100 Prozent durchsetzt“, betont der stellvertretende Rathauschef. Beide Seiten müssten sich aufeinander zubewegen. Juristische Schritte Wenn es zu keiner Einigung kommt, dann wird die Geschichte ein Fall für die Justiz. Holzer selbst erwägt nämlich auch juristische Schritte einzuleiten. Hintergrund sei die Vermutung, die in der Dienstaufsichtsbeschwerde geäußert wurde. „Dort stand, dass es nicht wundern würde, wenn ich Kommanditanteile am Solarpark an der Wolfsgrube verkaufen würde“, ärgert sich Holzer. Pikanterweise ist die Anlage, die derzeit bereits gebaut wird, ein Konkurrenzprojekt zum Probstschen Bauvorhaben. Für den Fall, dass es keine Einigung in dem Streit gibt, kündigte er an, dass „das juristische Schritte nach sich ziehen wird.“ Dass ihm Amtsmiss­brauch vorgeworfen wird, hält Holzer für „abwegig“. Der 2. Bürgermeister will die Beschwerde gegen sich am Mittwoch mit dem Gemeindeanwalt und mit dem Leiter der Kommunalen Rechtsaufsicht im Landratsamt, Andreas Graf, besprechen. Auf jeden Fall werde darüber auch am Freitag im Gemeinderat gesprochen. „Das muss ja abgehandelt werden, so oder so“. Wie dann aber die Vorzeichen stehen werden, wird bereits einen Tag früher geklärt. Keine Resonanz Wie im KREISBOTEN ausführlich berichtet, sind die Fronten in dem Streit noch immer verhärtet. Die Gemeinde besteht darauf, dass Investor Josef Probst 40 Prozent der Anteile am Solarpark abgibt. Probst selbst sagt, er habe ausgeschrieben und niemand habe sich bis zur vereinbarten Frist gemeldet. Aus diesem Grund haben sich seine Kinder an dem Projekt beteiligt.

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