Der Kontrahent ist jetzt Vize-Bürgermeister

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Von der Wahl zum 2. Bürgermeister Geltendorfs„einigermaßen überwältigt“: Robert Sedlmayr (ÖDP).

Geltendorf – Erster Bürgermeister ist er nicht geworden, dafür aber Zweiter: Mit großer Mehrheit hat der Gemeinderat Robert Sedlmayr (ÖDP) zum Stellvertreter von Rathauschef Wilhelm Lehmann (UB) gewählt. Das Amt des Dritten Bürgermeisters wurde abgeschafft, der Posten eines Gewerbereferenten dafür neu geschaffen.

Sedlmayr war bei der Kommunalwahl einer von drei Herausforderern Lehmanns und schaffte es bis in die Stichwahl. In geheimer Abstimmung machte ihn der Gemeinderat jetzt mit 16:21 Stimmen zum Vize-Bürgermeister. Zwei Stimmen entfielen auf Christian Scheifele (CSU), eine auf Horst Kürschner (Grüne), zwei Mitglieder enthielten sich. Wahlvorschläge hatte es nicht gegeben, man schritt direkt in einer eigens aufgebauten Wahlkabine zur Abstimmung. Sedl- mayr zeigte sich „einigermaßen überwältigt“ von dem Ergebnis. „Das habe ich gar nicht erwartet.“ Er versprach, Lehmann loyal zur Seite zu stehen und „ausgleichend zu wirken.“ Zuvor hatte der Gemeinderat einstimmig beschlossen, dass es künftig nur noch einen Zweiten, aber keinen Dritten Bürgermesiter mehr geben soll. Wenn sowohl Lehmann als auch Sedlmayr ausfallen sollten, übernimmt in Zukunft das älteste Gemeinderatsmitglied die Vertretung.

Weniger für ÖDPler

Die pauschale Vergütung für das Stellvertreteramt wurde von 300 auf 150 Euro im Monat gesenkt. Man habe jahrelang zu viel gezahlt, fand Christian Scheifele (CSU). Die Halbierung der Pauschale kam jedoch nicht bei allen gut an. Horst Kürschner sprach von einer Abwertung des Zweiten Bürgermeisters und Sedlmayr selbst merkte an, die Vergütung für einen ÖDPler sei nicht so üppig wie für die Vorgänger aus CSU und SPD. „Das gibt mir zu denken, aber ich werde es finanziell natürlich verkraften.“

Die Unabhängigen Bürger setzten sich mit ihrem Vorschlag durch, einen Gewerbereferenten einzuführen, und mit Thomas Stoklossa übernimmt auch einer aus ihren Reihen diesen Posten. Er soll sich um die Betriebe vor Ort kümmern und Konzepte erarbeiten, wie man weitere Gewerbeansiedlungen nach Geltendorf holen kann. „Wir müssen an dem Thema arbeiten“, so Stoklossa. „Wir haben ja immer kein Geld.“ Außerdem sei die Nachbargemeinde Eresing im Begriff, neue Gewerbeflächen auszuweisen.

Zur Referentin für Jugend und Sport wurde Alexandra Geiger (UB) bestimmt. Martina Goldbrunner (SPD/Dorfliste) ist künftig sowohl Kindergarten- als auch Schulreferentin. Die beiden ehemals getrennten Posten wurden zusammengelegt, da sich die Bereiche in der Vergangenheit bereits stark überschnitten haben. Für Soziales, Partnerschaften und Senioren ist künftig Horst Kürschner (Grüne) zuständig. Darüber hinaus bleibt er Referent für Umwelt und Mobilfunk.

Ulrike Osman

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