Korrosion und Verschleiß

Nach einer Sanierung könnte das Warmfreibad in Greifenberg mit einem Kombibecken ähnlich aussehen wie auf diesem Beispielplan. Plan: LRA

Zumindest diese Saison ist für das Warmfreibad in Greifenberg gesichert. Allerdings sei eine Generalsanierung – angesetzt mit 2,5 Millionen Euro – auf lange Sicht unumgänglich. Daher hat der Kreistag beschlossen, eine Machbarkeitsstudie für die Entscheidung über den Weiterbetrieb des Bades in Auftrag zu geben. Auch die Nutzergemeinden sollen sich finanziell beteiligen.

Nicht zuletzt eine Unterschriftenaktion mit über 1500 Unterstützern hilft, das Greifenberger Freibad vorerst am Leben zu halten. Kreiskämmerer Jürgen Felbinger betont aber: „Die Unterstützer des Bades spiegeln nicht unbedingt die tatsächliche Nutzung wider.“ Dennoch wolle der Landkreis das Warmbad erhalten. Das dritte Becken, über dessen Stilllegung immer wieder diskutiert wurde, könne für einen „vertretbaren Aufwand“ vorerst unterhalten werden. Felbinger: „Ein Betrieb des Beckens ist für diese Saison gesichert – wir können starten.“ Da aber die Becken – wie es beim Bau des Bades 1972 üblich war – aus Aluminium bestehen, sind sie Korrosion und Verschleiß ausgesetzt. „Normalerweise erreichen Freibäder nach etwa 30 Betriebsjahren das Ende der gewöhnlichen Nutzungsdauer“, so Felbinger. Dank der guten Pflege sei beim Bad in Greifenberg bereits ein Jahrzehnt mehr ins Land gegangen. „Zukünftig dürften die Aluminiumbecken nur noch mit einem sehr hohen Aufwand erhalten werden“, weiß er und schlägt langfristig gesehen eine Generalsanierung vor. „Für den Fall einer Sanierung könnte ein Kombibecken, welches sowohl Bedürfnisse der Schwimmer als auch der Nichtschwimmer abdeckt, errichtet werden.“ Damit verkleinere sich die Wasserfläche und richte sich besser an den heutigen Bedürfnissen aus. Das zur Beratung hinzugezogene Ingenieurbüro Wach aus Baldham setzt als Anhaltspunkt für eine Sanierung Kosten in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro an. In der vergangenen Woche folgte der Kreistag einstimmig dem Empfehlungsbeschluss des Kreisausschusses: Danach kann der Betrieb des dritten Beckens erfolgen, soweit für Reparaturen nicht mehr als 15000 Euro erforderlich werden. Außerdem soll eine Machbarkeitsstudie über die Zukunft des Greifenberger Warmbades durchgeführt werden, damit der Kreis­tag auf dessen Basis eine Grundsatzentscheidung fällen kann. „Für diese Studie wird ein Budget von 20000 Euro bereitgestellt“, sagte Kreiskämmerer Felbinger. Weitere Vorgabe: Künftig sollen sich auch die Nutzergemeinden finanziell einbinden.

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