Kosmetik für den Turm

Die Sanierung des Bayertors in den kommenden Jahren dreht sich vor allem um den Ausbau des veralteten Wasser-Hochbehälters. Foto: kb

Aufwändige Sanierungen im Bayertor: In dem denkmalgeschützten Gebäude soll nach Beschluss des Stadtrates der alte Wasser-Hochbehälter ausgebaut werden. Dieses Jahr beginnen die Vorarbeiten und Vorplanungen, sodass die Arbeiten bis 2014 abschnittsweise beendet werden können.

Der Hochbehälter im Bayertor wird bis Mitte des Jahres überflüssig, da dann im Wald bei Pitzling ein neuer in Betrieb genommen wird. Aus statischer und bauphysikalischer Sicht sei der Rückbau des Wasserspeichers längst von Nöten. Daher hat der Stadtrat jetzt den alten Behälter zum Ausbau freigegeben. Verantwortlich für die Sanierung und die damit verbundenen Kosten sind die Stadtwerke, die Ausführung übernimmt das Stadtbauamt. Stadtbaumeisterin Annegret Michler sagt, dass zunächst noch Voruntersuchungen von einem Statiker durchgeführt werden müssen, um den Behälter sauber auszubauen ohne den Turm zu beschädigen. In diesem Jahr gibt es also erstmal Vorarbeiten und Vorplanungen. Diese beinhalten, dass der Putz, der aus altem Zement von der Sanierung aus den 70er Jahren übrig geblieben ist, abgeschlagen wird. „Das ist eine Vorgabe vom Landesamt für Denkmalpflege“, erklärt Michler. Dann soll der Raum über den Winter trocknen, bevor weitere Baumaßnahmen stattfinden können. Während der Abrissmaßnahme ist das Bayertor laut Michler nicht komplett gesperrt, es kann „höchstens Teilsperrungen“ geben. „In der Erdgeschoss-Zone sieht man die Freilegung dann schon.“ Zwar hat der Stadtrat den Ausbau des Hochbehälters schon beschlossen, doch er muss schon bald noch eine Entscheidung treffen. Die Stadtbaumeisterin sorgt sich nämlich um eine alte Relief-Figurengruppe, die eigentlich durch ein Taubengitter geschützt sein sollte. „Aber bei Wind fräst sich das Gitter regelrecht in die Figuren ein.“ Daher gebe es Überlegungen, die Reliefgruppe durch ein Replikat zu ersetzen und die echten zu konservieren und auszustellen. Für den genauen Ablauf der gesamten Maßnahme soll es für Interessierte auch eine Bauinfo sowie eine Internetseite geben, auf der man etwa Einsicht in die Gutachten zum Thema hat. Über die Kosten der Sanierung kann Michler noch keine genaue Auskunft geben. Es gebe zwar eine Tabelle von 2005, doch da das Gebäude unter Denkmalschutz steht, gestalte sich die Berechnung als schwierig. „Wenn man da einmal anfängt zu sanieren, tut sich bei so alten Gebäuden immer wieder etwas Neues auf.“ Die definitive Summe tauche also erst in den Haushaltsberechnungen 2013 auf. Außerdem habe das Stadtbauamt schon seit Längerem mehrere Förderanträge gestellt. Nun warte man auf die Zusagen der Landesstiftung für Denkmalschutz, der Städtebauförderung und des Landesamtes für Denkmalpflege.

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