"Kraft bekommen" – EVL-Coach Franz Xaver Ibelherr zieht persönliche Halbzeitbilanz

Seit Dienstag ist die Hälfte geschafft. Nach der Schlusssirene gegen Rosenheim (Spiel war bei Redaktionsschluss noch nicht beendet) hat der EV Landsberg 2000 31 von insgesamt 62 Hauptrundenspiele absolviert. Zeit, Bilanz einer sehr turbulenten Saison zu ziehen. Alex Kunz hat sich mit EVL-Coach Franz-Xaver Ibelherr unterhalten.

Herr Ibelherr, wie fällt Ihre Halbzeitbilanz beim EVL2000 aus? Ibelherr: „Ich höre in letzter Zeit immer von Außenstehenden, dass man Fortschritte erkennt. Der Meinung bin ich auch, dass wir mehr Ordnung und System in unser Spiel gebracht haben. Allerdings haben wir insgesamt vier bis fünf Punkte zu wenig. Vor allem das Spiel gegen Deggendorf vor kurzem wurmt mich heute noch, weil wir dann schon viel weiter vorne wären.“ Was fehlt denn der Mannschaft um weiter oben zu stehen? Ibelherr: „Ganz klar die Schlüsselspieler. Wir bräuchten Akteure, die mehr Verantwortung übernehmen. Vielleicht legt uns der Weihnachtsmann aber noch einen Spieler unter den Christbaum. Generell ist die Mannschaft aber zu jung besetzt, da fehlt die Mischung. Ich mache aber da keinem Vorwürfe. Es war ja eine ganz schwierige Situation, wo man nicht wusste, ob es in Landsberg überhaupt weitergeht.“ Welche Rolle haben Ihrer Meinung nach die vielen Verletzungsprobleme gespielt? Ibelherr: „Ehrlich gesagt gar keine. Andere Mannschaften haben auch damit zu kämpfen, was aber normal ist bei dem Wahnsinnsspielplan. Da geht es jedem gleich.“ Haben Sie nach dem ständigen Auf und Ab mal darüber nachgedacht, die Brocken hinzuwerfen? Ibelherr: „Ja, es gab zwischendrin schon mal Phasen, wo ich mir gedacht habe, ob das noch Sinn macht. Aber die letzten Wochen haben mir die Kraft und den innerlichen Mut gegeben, weiterzumachen. Die Mannschaft hat sich gesteigert und ich sehe, dass das Ziel erreichbar ist, nicht letzter zu werden.“ Ihre Einschätzung, wohin geht der Weg des EVL2000? Ibelherr: „Zunächst wollen wir mal den sportlichen Abstieg vermeiden. Für die Zukunft sehe ich gute Perspektiven. Die Menschen in Landsberg sind eishockeybegeistert und wenn die sportliche Leistung stimmt, dann kommen sie auch wieder zu den Spielen. Wichtig wird aber auch sein, dass der Verein wieder Integrationsfiguren zurück nach Landsberg holt. Ich denke da an einen Andreas Guggenmos, an einen Werner Kößl oder an einige Spieler, die jetzt in Buchloe sind. Wenn man denkt, als ich zu Bayernligazeiten Trainer war, kamen 80 bis 90 Prozent der Spieler aus der Region.“ Jetzt hieß es aber in der letzten Woche, es gibt gar keinen Absteiger aus der Oberliga. Glauben Sie nicht, dass es einige Spieler deswegen etwas ruhiger angehen lassen? Ibelherr: „Dass es keinen Absteiger gibt, darauf würde ich mich noch nicht verlassen. Aber generell glaube ich nicht, dass sich da einer hängen lässt, schließlich will keiner Letzter werden. Außerdem kämpft jeder um einen neuen Vertrag - entweder hier beim EVL oder bei anderen Vereinen.“ Das Jahr 2008 ist bald vorbei - was wünschen Sie sich für 2009? Ibelherr: „Noch 50 Punkte.“ Am Freitag, zu Hause gegen Miesbach, und am Sonntag in Deggendorf, will der EVL weitere Punkte für dieses Ziel sammeln. Nicht mit dabei ist dann Daniel Huhn, der sich im Spiel gegen Klostersee einen Fuß brach und noch mindestens drei Wochen ausfällt.

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