"Kraftwerk" auf dem Bauhofdach – Denklingen steigt in die Energieerzeugung ein

Volle Kraft voraus in Richtung Fotovoltaik steuert jetzt die Gemeinde Denklingen und hat vergangene Woche gleich zwei Projekte auf einmal abgesegnet: eine Freiflächenanlage nahe der B17 und eine Anlage auf den Dächern des gemeindeeigenen Bauhofs

. Die Fotovoltaikanlage am Bauhof betreibt die Lechraingemeinde selbst, um den so produzierte Strom ins Netz einzu­- speisen. 105684 Euro investiert die Gemeinde in die Anlage. Doch die Investition wird sich mit der Zeit auszahlen: Insgesamt 265961 Euro sollen die Solardächer der Kommune innerhalb der nächsten 20 Jahre ein­- bringen. Pro Jahr erzeugt die Anlage rund 28000 Kilowatt-Stunden Strom. Damit können in einem Zeitraum von 20 Jahren ungefähr 477000 Kilogramm an CO2-Emissionen vermieden werden. Während der Ratssitzung präsentierte Peter Holzapfel jun. vom gleichnamigen Epfacher Architekturbüro vier Angebote, die brutto zwischen 105684 und 146320 Euro lagen. Die An­lagen seien von der Qualität her alle gleichwertig, erklärte Holzapfel, es würden lediglich unterschiedliche Module und Wechselrichter verwendet. Die Räte entschieden sich folglich für die Firma Burkhart-Klostermann GmbH aus Jengen als günstigsten Bieter. Im Angebot enthalten sind auch Elektroanschluss sowie Metalldachplatten, die von den Herstellern empfohlen würden. Der Preis pro Kilowatt-Peak liegt bei dem gewählten Angebot bei 2993 Euro netto inklusive Montage. Die Anlage soll laut Holzapfel eine Fläche von 230 Quadratmetern bedecken. Die Ga­- rantiezeit läuft über fünf Jahre, wobei eine Garantieverlängerung zum Preis von 2100 Euro mög­lich wäre. Keine Verschandelung Die Freiflächen-Fotovoltaikanlage, die ebenfalls vom Gemeinderat abgesegnet wurde, möchte der Denklinger Ludwig Preisinger auf seiner landwirtschaftlichen Fläche errichten. Die zweieinhalb Hektar große Anlage soll nördlich der Kiesgrube am Epfacher Weg, also knapp 300 Meter von der B17 entfernt, entstehen. Der Stand­ort sei von Süden her durch den Erdwall und von Westen her durch eine Landschaftshecke be­grenzt, legte Vizebürgermeister Meinrad Klein dar, der die Sitzung in Vertretung für Bürgermeisterin Viktoria Horber leitete. Es würde also keine „Landschaftsverschandelung“ ver­ur­- sacht, hielt Klein fest. In Bezug auf Folgeanträge für weitere Freiflächenanlagen meinte Klein jedoch, dass in der Gemeinde zukünftig kein „Fleckerlteppich“ entstehen sollte. Dies warf die Diskussion auf, ob die Gemeinde sich erst auf eine größere Fläche festlegen sollte, auf der solche Anlagen erwünscht sind, bevor sie dem vorliegenden Antrag zustimmt. Planer beauftragen? Letztendlich kam man mit 13:1 aber zu dem Schluss, dem Antrag gleich zuzustimmen. Auf der nächsten Sitzung will sich der Rat jedoch Gedanken machen, ob ein Landschaftsplaner beauftragt und dann eine größere Fläche für Fotovoltaik im Flächennutzungsplan aufgenommen werden sollte.

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