Schondorf will mehr radeln

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Auch bei Wind und Wetter mit dem Radl unterwegs ist Gemeinderat Rainer Jünger mit seiner Familie. Auf dem Bild (v.links): Rainer Jünger, die Söhne Vincent (10) und Jaron (12), Tochter Olivia (6) und Ehefrau Wilma.

Schondorf – „Öfter mal das Auto stehen lassen und auf‘s Fahrrad steigen“ wünschen sich Schondorfs Bürgermeister Alexander Herrmann und die Klimaschutzbeauftragte Stefanie Windhausen-Grellmann von den Bürgern. Viele tun es schon wie auch Gemeinderat Rainer Jünger, der mit gutem Beispiel voran geht.

Was kann die Gemeinde tun, um noch mehr Anreize für den Umstieg auf den Drahtesel zu bieten? Diese Frage soll mit allen Interessierten bei einem Kreativabend im Rahmen der Kampagne „Schondorf 2025“ diskutiert werden. Die Veranstaltung findet am kommenden Mittwoch, 23. März 2016, um 19 Uhr Sitzungssaal des Rathauses statt.

Man hofft auf möglichst viele Teilnehmer und neue Ideen, denn Schondorf nimmt am „Bundeswettbewerb für Klimaschutz im Radverkehr“ teil. Dabei geht es um die Umsetzung von modellhaften Projekten zur Verbesserung der Radverkehrssituation im gesamten Gemeindegebiet. Ziel ist es, neben der Einsparung von Treibhausgas­emissionen auch einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität vor Ort zu leisten. Falls die eingereichten Projektskizzen positiv bewertet werden, kann sich Schondorf auf staatliche Zuschüsse von bis zu 70 Prozent bei der Umsetzung der Ideen freuen.

 Damit soll die Verkehrsmittelwahl zugunsten des Fahrrads gefördert und die Nutzung des motorisierten Individualverkehrs verringert werden. Die Meinung der Schondorfer ist gefragt beim Bau von neuen Radwegen bzw. der Verbesserung von vorhandenen Radwegen. Wo könnten sichere und witterungsgeschützte Abstellmöglichkeiten entstehen? Werden Ladestationen für Pedelecs und E-Bikes gebraucht? Besteht Bedarf an Verleihsystemen für Lastenräder oder Radanhänger? Der Kreativität und den Wünschen der Schondorfer sind erstmal keine Grenzen gesetzt. Man soll sich frei äußern, was noch fehlt, damit man öfter aufsteigt auf den Drahtesel und das Auto stehen lässt.

Das Prädikat „Radfreundliche Gemeinde“ würde sich schließlich auch auf den Tourismus positiv auswirken. Für den Kreativabend im Rathaus wünscht sich die Gemeinde auch den Besuch von Senioren mit ihren Wünschen, um möglichst lange das Fahrrad als Fortbewegungsmittel nutzen zu können. Und natürlich auch von junge Familien, die mit ihren Kindern noch sicherer unterwegs sein wollen.

Dieter Roettig

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