Im Kreis der Elite gelandet

Abitur mit der Abschlussnote 1,0: Für Achim Löf aus Kaufering ist dieser Traum wahr geworden. Der hochbegabte Schüler des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums St. Ottilien schaffte damit, was nur ganz wenigen gelingt. Für seinen Fleiß wird der 19-Jährige nun mit einem Stipendium der Bayerischen Eliteförderung belohnt.

Dass es für das Traumergebnis 1,0 reichen könnte, ist ihm eigentlich erst während der Abiturprüfungen klar geworden, erzählt Achim Löf im Gespräch mit dem KREISBOTEN. Dennoch klappte es nicht auf Anhieb: Mit 13 und 14 Punkten in seinen Leistungskursfächern Latein und Biologie sowie zu­-nächst 13 Punkten in Physik und 13 Punkten im Geschichte-Colloquium verfehlte er nur knapp um zwei Punkte die Gesamtdurchschnittsnote von 1,0. „In der mündlichen Nachprüfung habe ich dann in Physik noch 15 Punkte erreicht, so dass ich letztlich 14 Punkte hatte“, erklärt Löf. Auf diese „kleine Zitterpartie“ folgte ein paar Tage später schon die nächste Herausforderung. Um wie 199 andere hochbegabte Abiturienten in den Genuss eines Stipendiums der Bayerischen Eliteförderung zu kommen, musste sich der Kauferinger noch einer mündlichen Prüfung vor dem Ministerialbeauftragten des Bezirks Oberbayern unterziehen. Neben dem Wissensstand wird bei den Bewerbern, die ein Abitur mit einem Notendurchschnitt von mindestens 1,3 abgelegt haben müssen, das Augenmerk auch auf die Hoch­begabung und die umfassende Allgemeinbildung gelegt. Mit Bravour meisterte Achim Löf auch diese Hürde und darf sich nun im Rahmen des „Max Weber-Programms des Freistaates Bayern zur Hochbegabtenförderung nach dem Bayerischen Elitefördergesetz“ über eine Bildungspauschale von 480 Euro pro Semester freuen. Die kann er sicher gut brauchen, denn „im Herbst beginne ich aller Voraussicht nach ein Physikstudium an der Ludwig-Maximilians-Universität in München“. An Allem interessiert Für den als Einzelkind in Kaufering aufgewachsenen jungen Mann scheint es keine Besonderheit zu sein, solche herausragenden Leistungen zu erbringen. Bescheiden und ohne viel Aufheben erklärt er, dass ihm eher alles zugeflogen sei: „Ich war einfach immer an Allem interessiert“, so Löf. „Und man tut sich einfach leichter bei Dingen, die einen interessieren.“ Da kommt es ihm sicher zugute, dass Bücher auch in seiner Freizeit eine große Rolle spielen: „Ich lese sehr gerne und sehr viel.“ Und wenn er nicht die Nase in die Bücher steckt, dann ist Achim Löf des Öfteren auf dem Golfplatz oder beim Beachvolleyball anzutreffen. Kein Wunder also, dass der 19-Jährige auch in Sport „zwei Einser in das Abitur eingebracht“ hat. Denn ein Fach, das ihm weniger lag, gab es nicht. „Ich war eigentlich überall ganz gut.“

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