Nach jahrelanger Diskussion

Greifenberger Freibad scheint gerettet

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So könnte das neue Warmfreibad in Greifenberg aussehen.
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Aktuelles Freibad-Gebäude.

Greifenberg – Schon seit einigen Jahren wird im Kreistag darüber diskutiert, wie es mit dem stark sanierungsbedürftigen Warmfreibad in Greifenberg weitergehen soll. Sogar eine dauerhafte Schließung des dem Landkreis gehörenden Bades schien im Bereich des Möglichen. Nun aber hat der Kreis­ausschuss mit großer Mehrheit für die Vorplanungen zu einem Neubau gestimmt. Auf deren Grundlage soll die Gemeinde Greifenberg nun einen Bebauungsplan erarbeiten.

Vorgesehen ist, dass das Freibad in seiner jetzigen Form 2018 abgebrochen und nach Osten verlegt wird. Direkt an das Bad grenzen ein Fitness-Studio und vier Tennisplätze. Wie aus den Architektenplanungen hervorgeht, sollen die Parkplätze von Fitness-Studio und Freibad zusammengelegt werden, sodass eine große Parkfläche entsteht. Des Weiteren müssen nach aktuellem Stand der Planungen zwei Tennisplätze umverlegt werden. Das dazugehörige Tennis-Clubhaus wird an anderer Stelle neu errichtet.

Insgesamt, so berichtete der zuständige Architekt Wolfgang Gollwitzer dem Kreisausschuss, soll das Freibad auf kurzem Wege und barrierefrei erreichbar sein sowie in eine kompakte Badelandschaft umgewandelt werden. Die Becken sollen, anders als jetzt, komplett in den Grünbereich eingefasst werden. Zudem ist vorgesehen, das stark hängende Gelände für Liegeterrassen zu nutzen.

Den Schwimmern will man künftig einiges bieten: So ist unter anderem ein kombiniertes Sport-, Kurs- und Springerbecken angedacht, freilich mit abgetrennten Bereichen. Enstehen soll außerdem ein Nichtschwimmerbereich mit einer Breitrutsche und für die Kinder neben einem Spielplatz eine Wasserspielanlage. Ein Attraktion könnte auch eine weitere Wasserrutsche werden. Sie soll direkt durch den Hang laufen. Die Umsetzung ist natürlich mit hohen Kosten verbunden. Weil der Architekt die Baumaßnahme vorsichtig auf 4 bis 5 Millionen Euro schätzte, gaben Renate Standfest und Josef Lutzenberger (beide GAL) zu bedenken, den Haushalt nicht außer Acht zu lassen. Außerdem thematisierte Standfest den Nutzenfaktor: „Das Freibad ist nicht ganzjährig nutzbar“. Der Ammersee sei zudem in unmittelbarer Nähe.

Herbert Kirsch (FW) hingegen pocht auf die schnelle Erstellung eines Bauleitplans, der den Abverkauf der etwa 4.300 Quadratmeter großen, landkreiseigenen Grundstücksfläche regeln soll, die durch die Kompression des Freibades im Zuge des Neubaus entsteht. „Sonst werde ich im weiteren Verlauf dagegen stimmen.“

Landrat Thomas Eichinger (CSU) hob unterdessen den Wohlfühlcharakter des neuen Bades hervor. Es soll eine Anlaufstelle für Jung und Alt werden.

Sebastian Öl

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