KREISBOTEN-Serie "2020 ist Schluss!"

Hofstettens Bürgermeister Benedikt Berchtold hört auf

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Hofstettens Bürgermeister Benedikt Berchtold wird 2020 nicht mehr zur Wahl antreten.

Hofstetten – Bei der jüngsten Bürgerversammlung in Hofstetten sorgte Bürgermeister Benedikt Berchtold mit einer Neuigkeit für Raunen unter den Anwesenden, denn: Berchtold verkündete, dass er 2020 nicht mehr bei der Wahl antreten wird. Damit ist für ihn nach zwölf Jahren im Amt Schluss.

„Ob ich etwas gravierend falsch gemacht habe müssen die Bürger entscheiden“, erklärt Berchtold. Er selbst blickt zufrieden auf die letzten Jahre zurück. Allerdings sei es jetzt Zeit aufzuhören. „Die Doppelbelastung ist einfach zu hoch“, erklärt der Hagenheimer seine Entscheidung. Schon seit Längerem reife der Entschluss in ihm. Letztlich hätten er und seine Familie dann entschieden, dass es keine weitere Amtsperiode mit ihm geben wird.

Anders als in anderen Gemeinden ist Berchtold lediglich ehrenamtlicher Bürgermeister. Das heißt, sämtliche Tätigkeiten als Rathauschef erledigt er in seiner Freizeit oder nebenher während der Arbeit. Tagsüber werkelt er in seiner Autowerkstatt. Und das scheint auch seine Leidenschaft zu sein. Deshalb sei es für ihn „nie eine Option“ gewesen, dass Amt hauptberuflich zu übernehmen. „Dafür schraube ich viel zu gerne an Autos rum“, lächelt der Rathauschef.

Gewählt wurde Berchtold 2008. Er trat damals als Kandidat der Wählergruppe „Dorfgemeinschaft Hagenheim“ an – und gewann die Wahl auf Anhieb mit gut 71 Prozent der Stimmen gegenüber seinem Kontrahenten Anton Probst.

Seit seiner Erstwahl ist einiges passiert in Hofstetten. So zum Beispiel die energetische Sanierung der Schule und der Turnhalle. Ein Großprojekt, bei dem unter anderem die Fenster ausgetauscht und eine neue Heizanlage eingebaut wurde. Auch ein großes Thema während Berchtolds Amtszeit: Der Breitbandausbau. In Hofstetten und Hagenheim ist man schon durch mit den Arbeiten. Nur noch die Ortsteile Grünsink und Memming müssen laut Berchtold mit schnellem Internet versorgt werden. „Das ist aber bis März diesen Jahres auch durch“, gibt sich der Rathauschef zuversichtlich.

Das für Berchtold wichtigste Projekt während seiner Amtszeit sei die Wasserversorgung gewesen. Schon 2008 habe man mit der Gemeinde Thaining die Planungen für einen Notverbund begonnen. Sollte das Trinkwasser in Hofstetten mal knapp werden, kann Thaining aushelfen. „Momentan befinden wir uns im Endspurt“, berichtet Berchtold. Es sollte also alles in trockenen Tüchern sein, wenn der 52-Jährige sein Amt im kommenden Jahr niederlegt.

Seinem Nachfolger wird es aber bestimmt trotzdem nicht langweilig. Das interkommunale Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) wird ihn sicherlich weiter beschäftigen. „Das ist ein längerer Prozess“, so Berchtold. „Den Dorfkern wiederzubeleben, was das Ziel des Ganzen ist, dauert eben.“

Einen möglichen neuen Kandidaten gibt es offiziell noch nicht, wie Berchtold erklärt. Aber natürlich habe er da schon jemanden im Blick. Wer das ist, will er freilich nicht verraten. Nur, dass es was für jemanden aus dem Gemeinderat wäre. „Mit jemandem von außen würde es wahrscheinlich nicht funktionieren.“

Während sich also der Neue im Chefsessel, wer immer es werden wird, mit kommunaler Politik rumschlagen muss, wird Berchtold weiter an seinen Autos schrauben. „Ich hoffe, das ich dann auch mehr Zeit für meine Hobbys haben werde.“ Denn der Hagenheimer ist privat recht sportlich unterwegs. Skifahren und Mountainbiken sollen dann zukünftig Bürgersprechstunden und Gemeinderatsversammlungen ersetzen.

Stephanie Novy

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