Kreishandwerkerschaft übernimmt

Neuer Träger für Landsberger Ausbildungsmesse

Landsberger Ausbildungsmesse von oben mit Menschen und Zelt
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Noch unter der Ägide von Markus Wasserle: die Landsberger Ausbildungsmesse 2019. Dieses Jahr musste sie coronabedingt abgesagt werden.

Landsberg – Es gibt Neuigkeiten im Messebetrieb: Die Kreishandwerkerschaft wird Ausrichter der Ausbildungsmesse Landsberg. Voraussichtlich schon ab nächstem Jahr wird die große Informationsveranstaltung rund um das Thema Lehrstellen in die regionale Handwerksvertretung integriert. Das hat für beide Seiten Vorteile.

Die diesjährige Ausbildungsmesse fällt coronabedingt aus, doch im kommenden Jahr soll sie wie gewohnt stattfinden. Nur eines wird neu sein: der Veranstalter. Bisher war das Markus Wasserle mit seinem Team vom Verein für Berufsorientierung. Der 39-Jährige hat die Messe vor zehn Jahren ins Leben gerufen und inzwischen zu einem Mega-Event mit über 100 Ausstellern und jährlich rund 5.000 Besuchern gemacht.

Seit knapp drei Monaten ist Markus Wasserle jetzt auch Kreishandwerksmeister. Nun hat er im Gespräch mit dem KREISBOTEN angekündigt, die Ausbildungsmesse in Zukunft unter das Dach der Kreishandwerkerschaft stellen zu wollen. Die wiederum erhält zur Bewältigung des zusätzlichen Arbeitsaufwands eine zweite Vollzeitkraft in der Landsberger Geschäftsstelle. Gleichzeitig bedeutet die personelle Aufstockung auch mehr Unterstützung für die Handwerksbetriebe in der Region, betont Wasserle.

„Wir müssen uns als Handwerker besser präsentieren“, ist der Gebäudereinigermeister mit eigener Firma, Kletterhallenbetreiber und SPD-Kreisvorsitzende überzeugt. Dafür will er neben den personellen auch die räumlichen Voraussetzungen schaffen. Die Geschäftsstelle der Kreishandwerkerschaft im AOK-Gebäude an der Waitzinger Wiese wird derzeit renoviert und mit neuer EDV ausgestattet. Im Eingangsbereich soll eine kleine Ausstellung entstehen.

Für heimische Betriebe

Wichtiger noch dürften Wasserles inhaltliche Vorstöße werden. Er will erreichen, dass mehr öffentliche Aufträge an regionale Handwerksbetriebe gehen. Dazu müssen diese sich verstärkt an Ausschreibungen beteiligen, betont der Kreisrat. Andererseits, so sein Wunsch, müssten die Kommunen verstärkt dazu bereit sein, bei Vergaben heimische Betriebe zu berücksichtigen. „Die Aufträge der öffentlichen Hand müssen in die Region gehen.“ Wasserle strebt hier ein „Aufeinanderzubewegen von Handwerk und Kommunen“ an und sieht die Kreishandwerkerschaft bestens gerüstet, einen Betrag zur regionalen Wertschöpfung zu leisten.

Ulrike Osman

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