Grünes Licht vom Landkreis:

Wie früher: Zum Zelten an den Windachspeicher

Kreisjugendring Landsberg - Zeltplatz - Spiele
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Der Kreisjugendring möchte den 2014 stillgelegten Jugendzelteltplatz am Windachspeicher sanieren, ergänzen und wieder eröffnen. Vielleicht gibt es hier bald schon wieder fröhliche Kinderspiele.

Landsberg – Zwischen 1980 bis 2014 gab es am Windachspeicher schon mal einen Jugendzeltplatz in Trägerschaft des Landkreises. Ab 2010 gingen die Benutzerzahlen merklich zurück. Grund dafür waren Defizite bei Ausstattung und Service sowie beim Freizeitangebot im Vergleich zu anderen Einrichtungen. Ein ständiges Ärgernis war die Benutzung der Toiletten durch die externen Badegäste vom Windachspeicher. Jetzt könnte der stillgelegte Platz vom Kreisjugendring wieder zum Leben erweckt werden. KJR-Geschäftsführer Stefan Ehle beantragte im Naherholungs- und Bäderausschuss die „Wiederinbetriebnahme nach Sanierung und Ertüchtigung“.

Sein Konzept wurde von Landrat Thomas Eichinger und den Ausschussmitgliedern wohlwollend aufgenommen und grundsätzlich mit Ja beschieden. Sie empfahlen der Kreisver­waltung, die Kosten zu eruieren und Finanzmittel bereitzustellen. Wunschtermin für die Wiedereröffnung sei spätestens Frühjahr 2023, betonte Ehle. Der Kreisjugend­ring als Sprachrohr der Jugendarbeit im Landkreis wolle von Beginn an in die Planungen einbezogen werden und würde nach Fertigstellung die Betriebsträgerschaft übernehmen. Beste Referenz dafür sei die Erfahrung aus der Trägerschaft des Jugendübernachtungshauses in Utting, wobei man vorhandene Synergien und Kontakte nutzen könnte.

Von Mai bis Oktober sollen künftig Jugendgruppen, Vereine, Verbände, Schulen und Bildungseinrichtungen den Zeltplatz nutzen können. Wobei mehrheitlich Gruppen von außerhalb in Frage kommen, da die Jugendlichen aus dem Landkreis Landsberg eher Zeltplätze in anderen Regionen besuchen. Stefan Ehle schlug eine Belegung mit maximal 60 Personen möglichst von einer Gruppe vor. Der Zeltplatz mit entsprechender Ausstattung sei dann ein „idealer Lernort für Spannendes und Neues“. Durch die Lage direkt am Windachspeicher würden gute Freizeitgestaltungsmöglichkeiten geboten. Um optimale Bedingungen zu schaffen wolle man natürlich eine hygienisch einwandfreie Ausstattung bieten.

In Parkplatznähe sollte aufgrund der Wasser- und Stromanschlüsse ein Sanitärgebäude errichtet werden, das nur den Beleggruppen des Jugendzeltplatzes zur Verfügung steht. Vorgesehen seien je drei Wasch- und Duschplätze sowie Toiletten pro Geschlecht, ein behindertengerechtes WC mit Dusche sowie ein Wasch- und Spülraum.

Eine Gemeinschaftsküche sowie ein Aufenthalthaltsraum sind aus KJR-Sicht nicht nötig, da die Gruppen in der Regel ihre eigenen Lagerküchen mitbringen. Wichtig sei aber eine Feuerstelle und vielleicht auch ein gemauerter Pizza-Ofen. Notwendig wäre auf jeden Fall ein Unterstand oder Raum für die Gruppen bei Unwettern. Dieser könnte am Sanitärgebäude angeschlossen werden. Als weitere Ausstattung wünscht sich der KJR wetterfeste Tischtennisplatten, feste Fußballtore und einen Beachvolleyballplatz.

Viele der Ausstattungen, außer dem Sanitärgebäude, könnte der Kreisjugendring in Eigenleistung beziehungsweise „mit geringer finanzieller Unterstützung“ verwirklichen. Wie den Bau von Unterstand, Feuerstelle, Holz- und Lagerhütte sowie von Sport- und Freizeitplätzen. Damit könnten die Kosten auf eine annehmbare Höhe gesenkt werden. Die restliche Finanzierung solle aus Landkreismitteln, Spenden und einer Leader-Förderung gestemmt werden.

Stefan Ehle betonte, die Ertüchtigung und Wiederinbetrieb­nahme des Jugendzeltplatzes am Windachspeicher sei eine deutliche Aufwertung der Jugendarbeit in Landsberg. Die meisten Landkreise in der näheren Umgebung hätten einen solchen Jugendzeltplatz. Die Nachfrage sei da, wie der in Ferien stets voll belegte Zeltplatz des Klosters St. Ottilien zeige.

Für den Betrieb rechnet der Kreisjugendring mit jährlichen Personalkosten für Platzwart und Verwaltung in Höhe von rund 10.000 Euro. Durch die Gebühren der Jugend­gruppen könne dieser Betrag nicht gedeckt werden, so dass der Landkreis etwa die Hälfte davon zuschießen müsste.
Dieter Roettig

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