Herzlichen Glückwunsch!

Zum 102. Geburtstag ein Seidentuch von Seehofer

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Mit dem Seidentuch von Ministerpräsident Seehofer strahlt Anna Müller in die Kamera. Es feierten mit (von links): Heimleiter Thomas Söldner, Bürgermeister Johann Albrecht sowie die Töchter Annemarie Müller und Christine Teichmann.

Greifenberg – Ein Rezept für ihr hohes Alter hat sie nicht, aber eine Erklärung: „Der liebe Gott hat mich einfach vergessen.“ So die Jubilarin Anna Müller, die im Kreisseniorenheim Theresienbad ihren 102. Geburtstag feiern konnte. Und das bei bester Gesundheit, abgesehen von ein paar Zipperlein.

Zum Gratulieren kamen ihre Töchter Annemarie Müller (76) und Christine Teichmann (65) aus der Französischen Schweiz angereist. Bürgermeister Johann Albrecht brachte zur Feier einen großen Geschenkkorb mit und übermittelte die besten Grüße von Landrat Thomas Eichinger. Er überreichte dem Geburtstagskind ein Seidentuch im Auftrag von Ministerpräsident Horst Seehofer. Auf der persönlich unterzeichneten Grußkarte schrieb Seehofer: „Ich hoffe, Sie können dieses seltene Fest in rüstiger Gesundheit feiern. Für den Weg durch das nächste Lebensjahr wünsche ich Ihnen vor allem viel Freude an der Begegnung mit den Menschen.“

Diese Freude strahlte Anna Müller beim Sektumtrunk aus, an dem auch Heimleiter Thomas Söldner und die soziale Betreuerin Ines Alder teilnahmen. Die Jubilarin genoss es sichtlich, im Mittelpunkt zu stehen. Bis zum 90. Lebensjahr hat sie noch alleine und selbstbestimmt in der Gemeinde Wörthsee gelebt, bevor sie in das Kreisseniorenheim Theresienbad umsiedelte. Hier fühlt sie sich pudelwohl, nimmt viel am Gemeinschaftsleben teil und erzählt oft aus ihrem Leben. Immerhin hat sie die Weimarer Republik erlebt, den Nationalsozialismus überlebt, das Wirtschaftswunder mitgestaltet und am Start in das Zeitalter der Computer teilgenommen. Sie führte das Büro im Schreinerbetrieb ihres Mannes, zog drei Kinder groß und verbrachte ihre Freizeit mit Garteln und Wandern. Ihr gesunder Lebensstil zahlt sich heute aus: Anna Müller braucht so gut wie keine Medikamente. Das Uraltwerden liegt scheinbar in den Genen der Familie. Ihre Cousine starb kürzlich kurz vor ihrem 103. Geburtstag.

In Deutschland leben dank des medizinischen Fortschritts knapp 15.000 sogenannte „Centenarians“, also Hundertjährige und älter. Fast 90 Prozent der Methusalems sind weiblich. Ihre Lebenserwartung liegt messbar über der von Männern.

Dieter Roettig

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