Ein Beirat fürs Klima

Kreistag beschließt Klimabeirat für den Landkreis Landsberg

Autos im Stau
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Die Senkung des CO2-Ausstoßes – eines von vielen Themen für den Klimabeirat.
  • Susanne Greiner
    vonSusanne Greiner
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Landkreis – Eine Schnittstelle zwischen politischem Gremium und dem Klimamanagement soll er sein: der neu gegründete Klimabeirat des Landkreises Landsberg. Der Kreistag vergangene Woche sprach sich einstimmig für die Gründung aus. Die Anzahl der Mitglieder richtet sich dabei an den Sitzen jeder Fraktion im Kreistag. Somit sind auch alle Mitglieder des Umweltausschuss ständige Mitglieder des neuen Beirats.

Jeweils ein weiteres ständiges Mitglied soll von der Landsberger Energieagentur LENA, der IHK und der Handwerkskammer kommen, ebenso jeweils ein Vertreter aus Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Energieversorgung. Ein weiteres Mitglied als Jugendvertretung ist ebenfalls vorgesehen. Auf Antrag von Johann Drexl (CSU) wird auch ein Mitglied die Waldbauernvereinigung vertreten. Der Klimabeirat ist kein beschließendes, sondern nur ein beratendes Gremium. Er soll Empfehlungen ausarbeiten, die dann im jeweiligen Gremium beschlossen werden können. Zu den Mitgliedern aus Umweltausschuss und den einzelnen Bereichen kommt noch die ‚interne Arbeitsgruppe‘ bestehend aus der Klimamanagerin des Landkreises Andrea Ruprecht, der zweiten Mitarbeiterin im Klimamanagement Tanja Weigl, Dr. Hans-Jörg Barth vom Allgäuer Energie- und Umweltzentrum eza! (ist fürs Controlling der Landkreisarbeit für den Europeen Energy Awards eea zuständig) sowie Landrat Thomas Eichinger (CSU). Ergänzt wird der Klimabeirat durch Ansprechpartner in der Verwaltung im Landratsamt.

Renate Standfest (Grüne) hakte nach, ob die geplanten rund 30 Mitglieder nicht zu viele seien, um das Gremium „arbeitsfähig“ zu halten. Barth urteilte aus der Arbeit mit anderen Landkreisen, dass er mit dieser Anzahl gute Erfahrungen gemacht habe. „Wir sind auch auf die Kompetenz dieser Leute angewiesen.“

Klimamanagement

Ruprecht gab im Kreistag zudem einen Sachstandsbericht. Schwierigkeiten sieht sie im Bereich Senkung des CO2-Ausstoßes. Der Landkreis strebt eine Senkung um 55 Prozent an, das bedeutet die Minimierung des pro-Kopf-Ausstoßes von derzeit neun auf fünf Tonnen an. Einerseits sei diese Senkung im Bereich Wirtschaft schwer umzusetzen. Ebenso stiegen die Kfz-Zulassungen im Landkreis weiterhin an.

Man habe „eine Fülle von Projekten auf den Weg gebracht“, so Ruprecht. Als Leuchtturmprojekt nennt sie EU-LIFE ‚Future Forest‘, bei dem unter anderen auch die Stadt Landsberg sowie fünf weitere Kommunen beteiligt sind. Das Projekt arbeitet an der Anpassung des Bodens an den Klimawandel (der KREISBOTE berichtete mehrmals).

Weitere wichtige Projekte seien „22 fürs Klima“, bei dem an jedem 22. eines Monats ein Aktionstag stattfindet. Und vor allem das Projekt Europeen Energy Award. Bei dessen Realisierung solle auch der gegründete Klimabeirat unterstützen. Barth teilte mit, dass der Landkreis hier in allen Handlungsfeldern bereits die Ziele bis knapp zur Hälfte erfüllt habe. Das sei im Vergleich zu anderen Landkreisen „überdurchschnittlich“.

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