Kreiswasserwacht

Neue Köpfe im Vorstand

+
Der neue Vorstand der Kreiswasserwacht Landsberg: technischer Leiter Siegfried Dumbsky, erster Vorsitzender Frank Böhm, erster stellvertretender technischer Leiter Christoph Ruml und stellvertretender Jugendleiter Philipp Rehekampff. Martina Hirn und Torsten Leiter fehlten.

Landkreis – Nach 16 Jahren übergibt Birgit Geier ihr Amt als Jugendleiterin der Kreiswasserwacht Landsberg. Ihre Nachfolgerin ist Martina Hirn, Jugendleiterin vom Ortsverband Dießen. Auch wenn es auf den oberen Ebenen der Wasserwacht manchmal Differenzen gebe, lobte Geier die sehr gute Zusammenarbeit im Bereich Jugend. Aufhören will sie noch lange nicht. Vielmehr soll‘s eine Stufe nach oben gehen: zum Bezirksverband Oberbayern.

Die neue Jugendleiterin Martina Hirn ist eine der vier Neuen, die bei der Jahreshauptversammlung der Kreiswasserwacht in den Vorstand gewählt wurden. Ihr bisheriger Stellvertreter in Dießen Philipp Rehekampff wird nun auch auf Kreisebene ihr Stellvertreter sein – ein gut eingespieltes Team. Als erster stellvertretender technischer Leiter wurde Christoph Ruml gewählt. Der 26-jährige Rettungssanitäter ist neben Utting in zwei weiteren Ortsgruppen Mitglied. Ihn unterstützt Torsten Leiter, ebenfalls Wasserwacht Utting, als zweiter stellvertretender technischer Leiter. Frank Böhm als erster Vorsitzender und technischer Leiter Siegfried Dumbsky wurden in ihren Ämtern bestätigt.

„Wir stehen mit der Zahl unserer Einsätze an zweiter Stelle in Oberbayern“, freute sich Böhm beim Rückblick auf die letzten vier Jahre: Insgesamt 178 Mal rückte die Wasserwacht zur Rettung aus. Weitere Themen waren die zahlreichen Hochwassereinsätze, die Einführung des Digitalfunks und nicht zuletzt die Vereinstätigkeiten: Über 600 Personen machten das Rettungsschwimmerabzeichen, ebenso viele Ehrungen und Urkunden wurden vergeben. „Wir sind aber nicht frei von Fehlern“, betonte Böhm. Vor allem mangele es an der Zusammenarbeit der einzelnen Ortsgruppen untereinander, „und das soll sich gehörig ändern“. Zudem bedürfe es 2017 einer Neuorganisation der Ausbildung, da es außer Birgit Geier keine weiteren Ausbilder gebe. „Diese müssen aus den Ortsgruppen kommen“, mahnte Böhm. Externe seien schlicht sehr teuer.

„Die geplante Ortsgruppenumlage ist nicht gekommen“, wusste technischer Leiter Dumbsky zu berichten. Die Kreisgeschäftsführer haben beschlossen, den für die Finanzierung der festen Stelle nötigen Beitrag dort zu erwirtschaften, wo auch die Arbeit anfällt: für vom Bezirk bearbeitete Einsätze und für die Bearbeitung von Lehrgangsanmeldungen und Beschaffungsanträgen. Insgesamt stehe man finanziell gut da, trotz zwei neuer Fahrzeuge und drei neuer Rettungsboote.

Geier betonte den Erfolg bei den Regionalwettbewerben. Von insgesamt 20 Mannschaften kommen sieben aus dem Landkreis, von denen jetzt drei beim Bezirkswettbewerb antreten. Zudem wies sie auf die Initiative des Jugendrotkreuzes „STOP! Augen auf“ gegen sexualisierte Gewalt hin. Auch die Öffentlichkeitsarbeit sei mit der Aktion „Pitsch, patsch – Wasser macht uns allen Spaß!“ vorangekommen. Unter diesem Motto lernten Kinder neben den Freuden auch die Gefahren des Wassers kennen. Und damit auch die Wasserwacht und ihre Aufgaben.

„Ich hoffe, dass diese Initiative auch in die Rotkreuz-Kindergärten von Landsberg kommt“, bat Kreisgeschäftsführer des BRK Andreas Lehner die Jugendleiterin. Er lobte die Arbeit der Wasserwacht, deren Erfolg sich nicht nur in den Einsatzzahlen spiegle. „Manchmal ist die Wasserwacht in den Gemeinden bekannter als das Rote Kreuz.“ Bezirksleiter Martin Gebhard war ebenfalls begeistert: „Mir fällt nichts Negatives ein.“ Zudem sei die Zusammenarbeit von Bezirks- und Kreiswasserwacht gut „und das ist nicht selbstverständlich“. Auch die Jugendarbeit sei hervorragend, man kenne Landsberg wegen seiner Leistungen in Wettbewerben bayernweit. „Und ich bin mir sicher, die wuppen auch den Bezirkswettbewerb.“

Susanne Greiner

Auch interessant

Meistgelesen

VR-Siegerin wie Südstaatenlady
VR-Siegerin wie Südstaatenlady
Landsbergs Finanzen sind bald wieder "live"
Landsbergs Finanzen sind bald wieder "live"
Golf brettert Mercedesfahrer ins Bein
Golf brettert Mercedesfahrer ins Bein
Viel fordern, viel erreichen
Viel fordern, viel erreichen

Kommentare