Krippe unter dem Regenbogen – Ruhestandspfarrer Schneider weiht neue Geltendorfer Kinderkrippe ein

Mit einem Festgottesdienst und anschliessender Segnung ist am Sonntag die neu errichtete Kin­der- krippe in Geltendorf offiziell eingeweiht worden. Der Anbau am katholischen Kindergarten sei keinesfalls als „Anhängsel“ zu verstehen, son­- dern bilde einen integrativen Bestandteil der Kindertagesstätte „Zu den Heiligen Engeln“, betonte Ruhestandspfarrer Hans Schneider in seiner Festpredigt.

Schneider selbst war es, der als langjähriger Gemeindepfarrer vor 40 Jahren den Bau von Kirche, Pfarrzentrum und Kindergarten leitete. Er habe von Anfang an den Gedanken verfolgt, dass sich die Pfarrgemeinde auch um ihre Kinder kümmern müsse, „ge­rade in unserer heute oft kinderfeindlichen Gesellschaft“. Alleinerziehende und Familien, in denen beide Elternteile arbeiten, seien auf ein gutes Betreuungsangebot für ihren Nachwuchs angewiesen. „Regenbogen-Krippe“ heißt die neu eröffnete Gruppe, die bereits am 1. September im Kindergartengebäude in Betrieb ging und Mitte Oktober ihre neuen Räumlichkeiten beziehen konnte. „Ein wunderbarer Name“, befand Schneider, denn der Regenbogen symbolisiere den Bund Gottes mit den Menschen. Weniger als 9 Monate Monika Mayr, als Vertreterin der Kirchenstiftung verantwortlich für die Kindertagesstätte, würdigte die schnelle Realisierung des Projekts, das im vergangenen Februar in Angriff genommen und „trotz mancher Hürde und vieler Unkenrufe“ in weniger als neun Monaten auf die Beine gestellt werden konnte. Lediglich die Fassade und die Außenanlagen müssen noch fertig gestellt werden. Architekt Stephan Stöckle aus Augsburg lobte die enge Zusammenarbeit und die kurzen Wege zwischen politischer Gemeinde und Kirchengemeinde. So seien stets schnelle Entscheidungen möglich gewesen. Bürgermeister Wilhelm Lehmann würdigte das finanzielle Engagement der Diözese Augsburg, das in Zeiten, da auch die Kirche den Rechenstift ansetzen müsse, nicht selbstverständlich sei. Eltern und Kinder fühlten sich wohl in der neuen Krippe, so Lehmann. „Ich habe noch keine Kritik gehört, und das ist in der heutigen Zeit erstaunlich.“ Lehmann sieht den Ausbau der Geltendorfer Kindertagesstätten noch nicht am Ende. Es werde eine Zukunftsaufgabe sein, hier weitere Angebote zu schaffen. Pfarrgemeinderats­vor­sitzende Heidi Huber hatten neben Glückwünschen einen Scheck über 1400 Euro für weitere Anschaffungen in der Kinderkrippe dabei. Im Anschluss an den Gottesdienst spendeten Pfarrer Schneider und Pater Tassilo aus dem Kloster St. Ottilien den neuen Räumlichkeiten den kirchlichen Segen. Bereits am Samstag hatten die Bürger bei einem Tag der offenen Tür die gemütlichen, liebevoll gestalteten Spiel- und Ruhezimmer besichtigen können.

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