Wo die Krise nicht spürbar ist – Dießener Töpfermarkt zieht 50000 Besucher an

Mit Kaiserwetter und rund 25000 Besuchern war der Dießener Töpfermarkt am Donnerstag, Christi Himmelfahrt, gestartet, bei ähnlich guten Bedingungen am Wochenende kann der Markt als Veranstalter eine positive Bilanz ziehen.

Insgesamt werden die Besucherzahlen von Polizei und Parkplatzbeobachtern auf rund 50000 während der vier Tage geschätzt. Er- wartungsgemäß am wenigsten Besucher waren am Freitag in den Seeanlagen, der Sonntag blieb wegen der drückenden Schwüle etwas hinter den Erwartungen zurück. Laut Beate Bentele aus dem Pressereferat des Dießener Töpfermarktes zeigten sich die Keramiker mit dem Verkauf ihrer Waren durchwegs zufrieden. „In Dießen war noch keine Krisenzeit: keine der 150 Töpfereien ist mit leerem Geldbeutel nach Hause gefahren.“ Sammlerstücke seien ebenso verkauft worden wie Waren an den Ständen aus den europäischen Nachbarstaaten. Immer umringt war dabei der Schweizer Stefan Jakob, der den Raku-Brand demonstrierte. Alte Formen neu entdeckt Gefragt waren heuer die Keramikmalereien und natürlich Geschirr in allen Variationen. Das diesjährige Motto „Kochen, Backen und Servieren“ hatten die Keramiker mal modern, mal traditionell ausgelegt. „Alte Formen wurden dabei neu entdeckt“, weiß Bentele. Ob die Rehrückenform aus Omas Backstube oder der Weidling – eine Nudelform – gerne nahmen die Besucher auch die dazu passenden, in Vergessenheit geratenen Rezepte mit nach Hause. Der Dießener Keramikpreis 2009 ging an Susanne Altzweig aus dem Töpferzentrum Höhr-Grenzhausen. Insgesamt 76 Keramiker hatten in diesem Jahr ihre Arbeiten zum Thema „Schalen – Variationen einer keramischen Form“ einreichen können. Umso schwieriger war die Bewertung der Jury. Marktleiter Wolfgang Lösche erklärte bei der Preisverleihung im Dießener Traidtcasten, dass die Spontaneität der freien Formen auf einer handwerklich und künstlerisch sicheren Umgangsweise Altzweigs mit Keramik basiere. Der Dießener Keramikpreis ist mit 3000 Euro dotiert, der Markt Dießen kauft zudem die rote Schale der Preisträgerin für die Sammlung im Rathaus an.

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