Küche im Kinderhaus?

Zufrieden mit der mittlerweile erprobten Erweiterung des Kindergartens zum Kinderhaus haben sich Eltern, Kinderhausleitung und Gemeinde- verwaltung anlässlich der Sitzung des Schul- und Kindergartenausschusses gezeigt. Mitte März nahm die um zwei Krippengruppen erweiterte Betreuungseinrichtung den Betrieb auf.

Kinderhausleiterin Edith de Bortoli berichtete, dass es eine Freude sei zu erleben, wie wohl sich die Kinder in ihren neuen Räumlichkeiten fühlen. Dies gelte insbesondere für die vierte Kindergartengruppe, die bis zur Erweiterung aus Platzmangel ausgelagert werden musste. Die beiden neu integrierten Krippengruppe, die mit zehn, beziehungsweise elf Kindern starteten, sind ab Herbst mit 14 und 15 Kindern voll ausgelastet. Im Kindergarten sind noch 16 Plätze frei. Bauamtsleiter Christian Reuting wies auf einige wenige handwerkliche Nachbesserungen hin, die im Kinderhaus vorgenommen werden müssen: So sei bei Teilen der Treppe wohl feuchtes Holz verwendet worden, dass nun zu arbeiten beginne. Außerdem müssen einige Bohrungen in den Wänden noch verputzt und übermalt werden. 3000 Euro Überschuss Zur Sprache kam auch ein Anliegen des Elternbeirats: Die Eltern wünschen sich eine Küche, in der das Mittagessen von einem Koch vor Ort frisch zubereitet wird. Elternbeiratsvorsitzende Stefanie Grellmann begründete diesen Wunsch nicht zuletzt mit einem Zugewinn an familiärer Atmosphäre, zum Beispiel dann, wenn der Duft des Essens durchs Haus ziehe. Laut einer Berechnung der Elternbeiratsvorsitzenden könnte mit einer eigenen Küche, die, so die Vorstellung der Eltern, in der ehemaligen Mitarbeiter-Teeküche installiert werden könnte, beim Verkauf von 60 Essen pro Tag für 2,90 Euro ein Jahresüberschuss von 3000 Euro erwirtschaftet werden. Zur falschen Zeit? Christian Reuting wies seinerseits auf die zahlreichen Vorgaben in Sachen Hygiene, Bauvorschriften und Logistik hin, die der Einbau einer Küche mit sich bringe. Bürgermeister Peter Wittmaack (SPD) bezeichnete die Idee als „tollen Vorschlag zur falschen Zeit“. Er gab zu bedenken, dass man dabei auch die Bedürfnisse der Hortkinder und der Mittagsbetreuung in der benachbarten Grundschule im Auge haben müsse. So könnte aus einer Kinderhausküche sehr schnell eine größere bauliche Maßnahme werden. Mit 250000 Euro Unterhalt im Jahr sei das Kinderhaus ohnehin schon die „teuerste Einrichtung der Gemeinde“. Trotzdem, so der einstimmige Beschluss, soll der Wunsch der Eltern im Gemeinderat nochmals aufgegriffen werden. Bis dahin wird ein Planer eine „Ideenskizze“ erstellen. Geld für Auswärtige? Auf der Agenda soll dann auch die Anerkennung von auswärtigen Betreuungseinrichtungen stehen: Zur Disposition steht ein Ratsbeschluss vom Mai 2003, wonach die Gemeinde die Unterbringung von Kindern aus Schondorf in auswärtigen, nicht staatlich anerkannten Einrichtungen bezuschusst, solange im Ort die notwendigen Möglichkeiten nicht bestehen. Das habe sich mit der Erweiterung des Kinderhauses geändert, gab Wittmaack zu bedenken.

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