Natur ganz nah

Ab 1. April ist das Künstlerhaus Gasteiger wieder geöffnet

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Eine erfolgreiche Saison im Künstlerhaus Gasteiger mit der Sonderausstellung „Natur ganz nah“ wünschen sich Kurator und Museumsreferent Dr. Thorsten Marr (rechts) und Karl-Heinz Mückl von der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung.

Utting-Holzhausen – Das Künstlerhaus Gasteiger mit seinem idyllischen Garten auf einem der schönsten Seegrundstücke am Ammersee-Westufer in Utting-Holzhausen ist zu jeder Jahreszeit einen Ausflug wert. Man kann sich hineinversetzen in das ungezwungene Leben des Künstlerehepaars Mathias und Anna Sophia Gasteiger, das hier ab 1908 wirkte. Irene Faber-Gasteiger, die Tochter des Paares, vermachte das Anwesen 1984 dem Freistaat Bayern, der es nach der Restaurierung seit 1994 Kunst- und Gartenliebhabern zugänglich machte.

Vom 1. April bis zum 28. Oktober ist jetzt wieder jeden Sonntag-Nachmittag die denkmalgeschützte Jugendstilvilla im Zentrum des Landschaftsparks geöffnet, die ein einzigartiges Museum beherbergt. In der weitgehend erhaltenen Jugendstilausstattung erwarten den Besucher u. a. Skulpturen von Mathias Gasteiger, Gemälde von Anna Sophia Gasteiger und historische Fotografien. Die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung als Hüter dieses Kleinods präsentiert in dieser Saison die Sonderausstellung „Anna S. Gasteiger – Natur ganz nah“. Museumsreferent und Kurator Dr. Thorsten Marr zeigte sich bei der Medienkonferenz zur Eröffnung glücklich über das Highlight der Ausstellung, das 1906 entstandene Ölbild „Lindenallee“. Die Schenkung eines Kunstsammlers ist das bislang früheste Landschaftsbild der Malerin. Die diesjährige Sonderausstellung zeigt außerdem zum Teil unbekannte Gemälde, Federzeichnungen und Aquarelle. Im Mittelpunkt stehen detaillierte Studien, farbenkräftige Blumenstilleben und stimmungsvolle Landschaften. 

Anna Sophia Gasteiger (1877 –1954) entwarf zunächst Stoffe, Tapeten und Fliesen im Jugendstil, bevor sie sich ganz der Malerei zuwandte. Den Bildhauer Mathias Gasteiger (1871– 1934) kennt man heute noch als Schöpfer des „Münchner Brunnenbuberls“ in der Münchner Fußgängerzone beim Karlstor. 

Das idyllische Wohnhaus der Gasteigers mit seinen musealen Kostbarkeiten wurde laut Dr. Thorsten Marr im letzten Jahr mit einer hochmodernen Alarm- und Einbruchmeldeanlage aufgerüstet. Auch für notwendige Instandhaltungs- und Renovierungsanlagen mußte Geld locker gemacht werden. Karl-Heinz Mückl, Leiter der Außenstelle Stegen-Inning der Bayerischen Schlösserverwaltung: „Wir haben mit hohem personellen Aufwand und geringen Budget das Maximale erreicht.“ 

Seit 1998 kann man die Künstlervilla übrigens ganzjährig als Standesamt buchen, wobei der 21.000 Quadratmeter große Park direkt am See mit einmaligem Ausblick einen perfekten Rahmen bietet. Laut Claudia Breier, der Standesbeamtin der Gemeinde Utting, gaben sich in der „Bauernstube“ im letzten Jahr 87 Paare das Ja-Wort. Für dieses Jahr sind bereits 41 Trauungstermine vergeben. Auch Nicht-Gemeindemitglieder können in diesem romantischen Ambiente heiraten. 

Das Künstlerhaus Gasteiger in der Eduard-Thöny-Straße in 86919 Holzhausen ist vom 1. April bis 28. Oktober jeweils sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 3,50 Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Der Künstlerpark ist das ganze Jahr über bei freiem Eintritt zugänglich. 

Dieter Roettig

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