Künstlerisches Rätselraten

1: Mühlbacheinlass am Lechwehr, 2: Entlüftung Tiefgarage auf dem Infanterieplatz, 3: Westseite Asam-Mühle (im Mühlbach), 4: Randstein an der Stadtpfarrkirche (Holzmarkt), 5: Mühlbach (von Brücke Brudergasse aus), 6: Streugutnische Neue Bergstraße (vor der Einfahrt zur Tiefgarage), 7: Brudergasse, 8: Sockel Brunnen Hellmair-Platz (gegenüber Südwestportal Stadtpfarrkirche), 9: Aufgang Leitenberg-Stufen (am E-Werk) Foto: Kruse

Es ist seit Monaten ein Rätsel des Landsberger Alltags – und die Auflösung fehlt weiterhin. Immer wieder bringt jemand auffällige Mosaik-Fliesen an mehreren Stellen in der Innenstadt an. Inzwischen liegt die Vermutung nahe, dass es sich um eine Form von Kunst handeln muss.

Eine andere naheliegende Erklärung scheidet jedenfalls aus: Vom Tiefbauamt stammen die kleinen schwarz-weißen Kacheln nicht, wie Referatsleiter Hans Huttenloher klarstellt. „Mir ist das auch erst auf diese Nachfrage aufgefallen. Wir waren das nicht. Erklären kann ich mir es aber bis jetzt auch nicht.“ Viele offizielle Stellen kommen ansonsten nicht infrage und auch das Vermessungsamt scheidet aus: Dort bringt man in der Regel nur kleine Metallringe mit wichtigen Daten auf den Straßen an. Die fraglichen Fliesen sind dagegen ausgesprochen abstrakt und scheinbar wahllos (aber durchaus halbwegs fachmännisch) an Punkten angeklebt, an denen sie keinen erkennbaren praktischen Nutzen haben. Allerdings sind sie bislang nur in der Altstadt aufgefallen. Einmal stellen sie einen stilisierten „Pac-Man“ dar (wie am Infanterieplatz), einmal eine Brücke (wie am Mühlbach-Einlass) oder ein „A“ (wie in der Streugut-Nische in der Neuen Bergstraße). Begonnen hat die rätselhafte Aktion an einem Randstein am Holzmarkt nahe der Stadtpfarrkirche (das dortige Exemplar ist inzwischen bereits etwas lädiert, siehe Bild 4) und an den „Stapferln“ am E-Werk (Bild 9). Teilweise wurde (offenbar nachts) auch die Tatsache geschickt genützt, dass der Mühlbach abgelassen war – anders wären die Wände des Bachbetts an der Fußgängerbrücke in der Brudergasse und auf Höhe des Fischerwirts nicht erreichbar gewesen. Beobachtet hat den mutmaßlichen Künstler scheinbar bisher niemand. Seit einigen Wochen sind keine neuen Fliesen mehr dazugekommen – was auch immer das bedeuten mag.

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