Fördersumme bleibt

Kultur in Landsberg: Neue Förderrichtlinien

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Die Fördersummen für Kultur wurden nicht erhöht. So können mehr Projekte unterstützt werden.

Landsberg – Die Stadt fördert die Kulturschaffenden. Seit letztem Jahr, als das Budget von 4.500 Euro auf 30.000 Euro hochgesetzt wurde, kann man auch von Förderung sprechen. Die Richtlinien wurden nun leicht angepasst. Eine von DieKunstBaustelle-Leiter Wolfgang Hauck zuvor in einem offenen Brief empfohlene Erhöhung der Fördersumme (50 statt 30 Prozent) sowie eine Erhöhung der Höchstfördersumme (von 2.500 auf 3.000 Euro) wurde nicht verhandelt.

„Eine Erhöhung der Sätze erscheint mir in der momentanen Situation nicht sinnvoll“, sagte Kulturbüro-Leiterin Claudia Flörke. Höhere Fördersummen bedeuteten ja auch, dass weniger Projekte mit dem vorhandenen Budget unterstützt werden könnten. Zudem gebe es die neuen Richtlinien erst seit einem Jahr, „das ist noch nicht repräsentabel“. Die Fördersumme habe auch keine Auswirkungen auf weitere Förderanträge der Antragsteller. Und für Projekte, die mit Genehmigung des Finanzausschusses mit mehr als 2.500 Euro gefördert werden, seien zusätzlich 30.000 Euro in den Haushalt eingestellt. Weitere Anregungen Haucks wie eine vereinfachte Belegprüfung oder Festbetragsförderung wurden nicht angesprochen.

Ändern werde man die Beantragungsfrist für die Projekte, die den Höchstbetrag überschreiten: von 15. Juni auf 15. Oktober. Und da es im letzten Jahr große Differenzen bei der Berechnung der Eigenhonorare gegeben habe – „Wir hatten Beträge von null bis 80 Euro pro Stunde“ – sollen für2020 30 Euro pro Stunde Festhonorar gelten.

Er habe den Eindruck, dass nur Hochkultur gefördert werde, kritisierte Stadtrat Lennart Möller (Grüne). Ob Subkultur , ‚Garagenkonzerte‘, denn auch gewollt sei, die Förderung aber einfach nicht wahrgenommen werde? „Wir haben aus diesem Bereich tatsächlich keine Anträge erhalten“, erwiderte Flörke. Natürlich wolle man auch Subkultur fördern: „Wir würden uns sehr freuen.“

Die Änderungen wurden einstimmig beschlossen.
Susanne Greiner

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