Kulturförderpreis 2019

Maria Ruf wird für ihre beiden Leidenschaften geehrt

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Maria Ruf (Mitte) möchte beruflich ihre beiden Leidenschaften, Tanz und Percussion-Musik, miteinander vereinbaren.

Landsberg – Ihr bisheriger künstlerische Lebenslauf ist beeindruckend. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Maria Ruf erst 24 Jahre alt ist. Dass sie einer der Preisträger des diesjährigen Kulturförderpreises des Landkreises ist, verwundert nicht.

Bereits mit fünf Jahren hat Ruf begonnen, Klavier und Flöte zu lernen. In ihrer Familie nichts besonderes. „Ich habe mehrere Geschwister und wir haben alle Klavier und Flöte gelernt.“ Mit knapp sechs Jahren hat Ruf dann allerdings ihr Auge auf ein ganz anderes Instrument geworfen. Ihr bester Freund habe damals Schlagzeug gespielt, das wollte sie auch, wie die 24-Jährige erzählt. Die meisten Eltern wären wohl kaum begeistert von so einer Idee. Gehört das Schlagzeug doch nicht unbedingt zu den Instrumenten, denen man gerne stundenlang zuhört. Vor allem, wenn ein blutiger Anfänger die Sticks in den Händen hält.

Glücklicherweise haben Rufs Eltern nicht versucht ihr das Schlagzeug auszureden. Und so ist sie der Percussion-Musik treu geblieben. „Ich mag einfach die Vielfalt.“ Man könne sowohl solo, als auch im Ensemble spielen. Und es gehörten ja noch viel mehr Elemente dazu, als das Schlagzeug an sich. So auch zum Beispiel Glocken oder verschiedene Trommelarten.

Während ihrer Schulzeit hat Ruf unter anderem im Ensemble von Stefan Schmid gespielt. Der „Licca percussiva“ an der Musikschule Landsberg. Zusammen mit ihren Mitmusikern durfte sie in der Schweiz oder auch Südkorea auftreten. Vor allem der Auftritt in dem asiatischen Land ist der 24-Jährigen besonders im Gedächtnis geblieben. „Das war schon sehr aufregend. Wir haben dort sogar bayerische Musik gespielt“, grinst Ruf. Und auch getanzt habe sie auf der Bühne. Für Ruf kein Problem. Zur gleichen Zeit wie sie mit dem Schlagzeugspielen angefangen hat, hat sie nämlich ebenfalls mit Ballettunterricht begonnen. Das Tanzen scheint ihr genauso am Herzen zu liegen, wie die Musik. Beides füllt quasi ihren gesamten Alltag aus. „Das nimmt schon viel Zeit in Anspruch.“ Zumal Tanzen und musizieren für Ruf längst mehr als nur Hobbys sind. Während ihrer Zeit auf der FOS habe sie sich gefragt: „Ist das meine Zukunft? Will ich das auch beruflich machen?“ Lange Zeit sei das eher ein „Traumvorhaben“ gewesen, wie Ruf meint. „Aber dann dachte ich mir, ich traue mich jetzt.“

Die erste Station nach dem Abitur hieß dann Berufsfachschule für Musik in Krumbach. Von dort ging es weiter nach Salzburg. Hier hat sie eine der besten Ausbildungen überhaupt genossen. Aus dem Schoß des Mozarteums sind berühmte Persönlichkeiten wie Udo Jürgens, Herbert von Karajan oder Gustav Kuhn entsprungen.

Im Frühjahr dieses Jahres ist Ruf dann allerdings wieder nach Deutschland umgesiedelt. Derzeit studiert sie an der Musikhochschule in Stuttgart. Dort lernt sie unter anderem von Musikern, die an der Staatsoper Stuttgart tätig sind.

Nach Landsberg kommt sie meist nur noch am Wochenende. Was ihr nicht ganz so leicht zu fallen scheint. „Meine Familie liegt mir sehr am Herzen.“ In der Zeit, in der sie weg war, habe sich auch gemerkt, dass sie sehr heimatverbunden ist. „Das hätte ich gar nicht gedacht. Meine Mutter dachte auch immer, ich bin jemand, der in der Weltgeschichte rumreist“, lacht Ruf. Nach Landsberg zurückkommen würde sie gerne. Das hänge aber davon ab, was sich beruflich ergebe. Grundsätzlich könne sie sich vorstellen in einem Orchester oder Ensemble zu spielen. Gerne würde sie das auch mit ihrer zweiten Leidenschaft, dem Tanzen, verbinden.

Ruf verrät zudem, dass es wohl auch gerade diese Kombi war, die ihr den Kulturförderpreis beschert hat. „Ich fühle mich schon geehrt. Zumal ich ja auch in Landsberg schon viele Konzerte gespielt habe.“ So auch beim diesjährigen Ruethenfest. Bei der Aufführung von Carmina Burana war die 24-Jährige ebenfalls auf der Bühne. Am 30. November wird sie bei der Preisverleihung ein weiteres Mal für ihre Heimat spielen.
Stephanie Novy

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