Musikalische Talente

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Die drei Preisträger des Kulturförderpreises 2012 (von links): Juliane Doiwa, Johannes Gruber und Teresa Wagner.

Landsberg – Wie oft hat man die Chance, mit den Preisträgern eines Jahres ein Streichquartett zusammenstellen zu können? In diesem Jahr gelang es, wurde einer der Preisträger zwar für seinen Gesang ausgezeichnet, spielt aber zudem vorzüglich Cello.

Mit Juliane Doiwa (Violine), Teresa Wagner (Viola) und Johannes Gruber (Bariton) gingen die Preise diesmal ausschließlich an Musiker. Juliane, so ihre Laudatorin Birgit Abe, hatte sich bereits im Alter von sechs Jahren in die geschwungene Form der Violine verliebt und beschlossen, dieses Instrument zu lernen. Heute, mit 17 Jahren, spielt sie in mehreren renommierten Orchestern, kann schon einige Preise vorweisen und nimmt zusätzlichen Unterricht bei einem Mitglied der Berliner Philharmoniker. Sie präsentierte, begleitet von Gerhard Abe-Graf am Flügel, den „Grand Tango“ von Astor Piazzolla und gemeinsam mit dem Kammerorchester der Musikschule den dritten Satz des „Sommers“ aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“.#„Wahrscheinlich werden Sie sich fragen, wie viele Grubers denn noch ausgezeichnet werden?“ leitete Moderator Axel Flörke scherzhaft zum nächsten Preisträger Johannes Gruber über. Denn dessen Schwester Hedwig (Violine und Viola) stand beim Preisträgerkonzert des letzten Jahres auf der Bühne. Doch wurde der 27-Jährige nicht für seine Leistung am Cello, sondern für seine gesanglichen Qualitäten gewürdigt. Er überzeugte mit seiner Interpretation ernster Arien wie Mendelssohns „Gott sei mir gnädig“ aus dem Paulus-Oratorium – zur Überraschung des Publikums, hatte doch Laudator Christian Schumertl launige Details aus Johannes Schulzeit zum besten gegeben, wie die Tatsache, dass er nicht nur in den Musikstunden sang oder bei der Orchesterprobe stets die Harmonien der anderen Instrumente mitsummte.

Teresa Wagner musste nach Angaben ihres Laudators Dietmar Wittmann, erst überzeugt werden, von der Violine auf die Bratsche umzusteigen, um ein Quartett besetzen zu können. Er ist überzeugt, dass sich in der 19-Jährigen zwei Persönlichkeiten vereinen: eine eher zögerliche und eine umfassende. „Aus dieser Spannung erzeugt sie ihre Kunst“. Sie spielte, ebenfalls von Gerhard Abe-Graf begleitet, eine Sonate von Johann Nepomuk Hummel und gemeinsam mit der Violinistin Jördis Bergmann eine Passacaglia des norwegischen Komponisten Johan Halvorsen.

Auch Landrat Walter Eichner bekam eine Art Preis: ein Dankeschön für die Förderung, die er während seiner Amtszeit der Kultur und der Jugend hat zukommen lassen, wie Axel Flörke betonte. Eichner gab das Lob weiter: ohne die finanzielle Hilfe der Sparkasse sei vieles in diesem Bereich nicht möglich. Mit einem Streichquartett der Preisträger, unterstützt von Hedwig Gruber, endete der Abend unter Mozart-Klängen.

Patricia Eckstein

Drei musikalische Preisträger

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