Ein »Belagerungsfest«

Kultursommer am Lech startete am Freitag mit Adi Hauke

Wunderschöne Kulisse: Der Platz am Sandauer Tor wird zum Landsberger Musik- und Kulturtreff.
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Wunderschöne Kulisse: Der Platz am Sandauer Tor wird zum Musik- und Kulturtreff. Ob es in drei Wochen einen Umzug an den Infanterieplatz geben wird, ist noch offen.
  • VonAndrea Schmelzle
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Landsberg – Bei schönstem Wetter und strahlend blauem Himmel startete vergangenen Freitag am Sandauer Tor der „Kultursommer am Lech“, organisiert von der Rebelz Sound Zentrale. Ersten Auftritt hatte der Ettringer Musiker Adi Hauke – mit Gitarre, Didgeridoo und Kultsongs. 

„Nach vielen Monaten der Vorbereitung freuen wir uns, dass wir nach diversen Behördengesprächen, unzähligen Änderungen und vielen nervenaufreibenden Diskussionen endlich beginnen können“, sagt Initiator Bastian „Oggy“ Georgi. Sein Konzept des „Kulturbiergartens“ hat er – nach Gesprächen mit dem Ordnungsamt – zumindest namentlich geändert (der KREISBOTE berichtete). „Biergarten“ sei tatsächlich ein schwieriger Begriff, meint Georgi. Der Fokus liege hier schließlich auf Live-Musik und Kultur.

Und die gibt es ab jetzt zuhauf, bis in den September hinein, jede Woche von Donnerstag bis Sonntag. Mit Künstlern aus dem gesamten Landkreis und aus Bayern. „Wir belagern die Stadt mit Musik“, sagt Georgi. Zielgruppe: alle, die Lust auf was Neues haben, die sich berieseln lassen, der Musik zuhören möchten. Vor der Bühne getanzt werden dürfe noch nicht. „Wir bieten etwas an, das in den Rahmen dessen passt, was man gerade machen darf“.

Darauf sei auch das Programm abgestimmt. Das würden dann eben nicht unbedingt die Tanznummern sein. Da vertraue er „seinen“ Künstlern blind. Etwa den Jungs von „Das Ding aus dem Sumpf“ (intelligente Texte mit „fetten Beats“), die am 22. August auftreten und neben dem einen Tag zuvor auftretenden Jesper Munk („verschwitzter Blues-Rock“) eines seiner Highlights sind.

Begleitend gibt es veganes Essen und Kaltgetränke, alles coronakonform. Verzehrt und gelauscht wird an Bierbänken (und -tischen). Wer Wurstsalat essen möchte, der müsse in den Biergarten gehen, schmunzelt Georgi. Derzeit ist die kleine Bühne noch auf der Wiese am Sandauer Tor platziert. Nach drei Wochen, mit Abschluss des Open Air-Kinos am Rossmarkt, soll auf den Infanterieplatz gewechselt werden. So war jedenfalls bisher der Plan. Aber „wir haben uns so sehr in den Platz verliebt“, dass wir gar nicht mehr umziehen möchten“, meint Georgi. Das hänge jedoch auch davon ab, wie man sich mit den Nachbarn arrangiere. Genauso wie von Gesprächen mit dem Ordnungsamt.

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