Die Baustellen sind eingerichtet

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Jugendliche der Mittelschule Landberg präsentieren die Ergebnisse des Fotoworkshops „Shirt-Story“.

Landsberg – Der Kulturverein „dieKunstBauStelle“ startet mit vielen Projekten im Bereich der kulturellen Bildung, jetzt können die Projekte mit den ersten „Kunst-Baustellen“ starten. Voraussetzung dafür war unter anderem die Gründung des gemeinnützigen Vereins aus dem Kunstprojekt „dieKunstBauStelle“ von Wolfgang Hauck. Mittlerweile sind hier die organisatorischen und rechtlichen Voraussetzungen für den gemeinnützigen Verein erfüllt.

Öffentliche Förderungen für neun Maßnahmen zur kulturellen Jugendbildung seien bereits bewilligt worden, so Vereinssprecherin Andrea Schmelzle. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziere aus dem Programm „Kultur macht stark“ Projekte für dieses und nächstes Jahr. „Diese werden sich der Recherche und Aufbereitung von Migrationsgeschichten widmen“, erklärt Wolfgang Hauck, 1. Vorsitzender des Vereins. „Zusammen mit Jugendlichen werden wir Medien- bzw. Schreib- und Fotowerkstätten durchführen sowie Hörfunk- und Videobeiträge produzieren.“ Die Ergebnisse wolle man dann in drei Ausstellungen präsentieren. Die Projekte werden mit der Mittelschule Landsberg durchgeführt, seien aber außerschulisch und freiwillige Angebote für 14- bis 18-Jährige.

Andere „Baustellen“ des Vereins mit Sitz in Landsberg sind Projekte mit dem Programm „Künste die, die Welt bedeuten“, das gefördert wird von „Stadtkultur Netzwerk Bayerischer Städte e.V.“. Ein Pilotprojekt sei im Juli gemeinsam mit der Mittelschule erfolgreich fertig gestellt worden: „Shirt Story – textiler Lichtdruck“. Jugendliche haben aus Fotos und Texten Motive gestaltet und mit lichtempfindlichen Farben im Sonnenlicht T-Shirts und Taschen bedruckt. Weitere Maßnahmen aus dem Programm „Kultur macht stark“ seien laut Hauck ebenfalls in Vorbereitung, „etwa in den Bereichen Film und Kino, Theater oder bildende Kunst“.

Im Oktober ist ein internationales Kunstcamp mit türkischen und ukrainischen Jugendlichen in Landsberg und München geplant. Zwölf ausgewählte, besonders qualifizierte türkische Jugendliche, die bereits an einem Kunstcamp im türkischen Adana im Juni teilgenommen haben, dürfen nun in Deutschland ihr kulturelles Engagement fortsetzen. „Sie werden Kultur pur erleben“, verspricht Hauck, „bei Besuchen in der Oper, in Kostümwerkstätten, Museen und in Ateliers von Künstlern.“ Ihre Eindrücke dieser Expedition sollen sie als Ausstellung aufbereiten.

Und schließlich ist noch eine „Großbaustelle“ für das kommende Jahr in Planung: „Hier geht es um Projekte, die sich mit der neueren Zeitgeschichte auseinandersetzen“, sagt Wolfgang Hauck; auf Details dazu möchte er im Moment noch nicht eingehen.

„Wir haben den ersten Spatenstich getan. Nun gilt es, die Baustellen einzurichten und gemeinsam mit den Jugendlichen ans Werk zu gehen“, so Hauck. „Ganz wichtig wird für uns die Mitwirkung von ehrenamtlichen Helfern sein. Es gibt einiges zu tun, aber auch viel Spaß, wenn wir in den Projekten generationsübergreifend zusammen arbeiten. Zunächst müssen wir noch unsere Medienwerkstatt mit Computern und Software ausstatten.“

Dazu seien Unterstützer, Sponsoren und Förderer willkommen, so der Vorsitzende. Die einzelnen Projekte könnten über das Portal www.betterplace.org/de/organisations/diekunstbaustelle gezielt unterstützt werden.

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