Automat ist leergefegt

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Am Samstag geht der Kunstautomat in die zweite Spielzeit

Landsberg – Der Erfolg der ersten Spielzeit mit über 150 verkauften Kunstwerken hat alle überrascht. Der Landsberger Kunstautomat ist fast leergekauft. Ab kommenden Samstag, 5. Dezember, beginnt die zweite Spielzeit. Wieder stellen sechs neue Künstler ihre Serien zum Verkauf.

Die erste Spielzeit des Kunstautomaten Landsberg sprengte alle Erwartungen: Bereits nach einem Monat waren einige der Serien ausverkauft. Insgesamt wurden über 150 zigarettenschachtelgroße Kunstwerke aus den Schächten des Automaten gezogen. Am Samstag startet die zweite Spielzeit. Die Vernissage findet um 19.30 Uhr statt natürlich vor dem Kunstautomaten in der „Kunstgarage“, der Schlossberggarage.

Für die musikalische Begleitung sorgt Jörg Illner. Die Macher freuen sich, auch dieses Mal wieder unterschiedlichste Künstler und deren Werke anbieten zu können. Gabi Becker hat für den Kunstautomaten Art-Puzzles entworfen, kleine Bilder, die durch Umlegen immer wieder neue Eindrücke schaffen. Damit möchte sie an die Sinne appellieren und der Fantasie Raum schaffen. Die Künstlerin arbeitet seit 1999 als Malerin und ist in einem Atelier in Schondorf ansässig. Seit 2011 ist sie Mitglied im Regionalverband bildender Künstler. Die 24-jährige Künstlerin Mia­Celine aus Peiting beschäftigt sich in ihren filigranen Kohle- und Graphitzeichnung mit dem Thema Zweiter Weltkrieg. MiaCeline will uns das zeigen, was niemand sehen will: auch den Schrecken der Gesellschaft.

Olaf Nie aus Wessling ist Handbuchbindermeister. Für den Kunstautomaten hat er eine 100 Jahre alte Serie handgestochener Druckformen aus Buchsbaumholz zu Mini-Collagen verarbeitet: jeweils ein Druckstock und ein davon abgezogener Druck werden auf eine Platte montiert und mit goldenen Lettern beschriftet. Die handgestochene Druckform gibt ein kleines Messer wieder – bei Mordgelüsten anzuwenden. Lisa-Marie Roßmann war bis vor Kurzem noch Schülerin, jetzt studiert sie Kunstgeschichte an der LMU München. Sie beschäftigt sich am liebsten mit dem Körper des Menschen. In ihren Zeichnungen wird nichts beschönigt – echt schön? Schön echt! 2015 erhielt sie den Rudat-Sieber-Kunstpreis.

Alexander Seiffert ist Schreiner, den vor allem die Geometrie beschäftigt: Die Überlagerung unterschiedlicher Kreise, die er dem Begriff „Frieden“ zuordnet, bilden Schwingungsmuster, das er in Platten fräst und farbig gestaltet. Den Kreis schließt der Bildhauer und Goldschmied Erik Urbschat, in Landsberg und darüber hinaus nicht nur durch seine markanten Holzfiguren bekannt. Für den Kunstautomaten gestaltet er Objekte aus Metall und historischen Bierverschlüssen. Diese Verschlüsse stammen aus einer abgerissenen Landsberger Brauerei, und werden durch einen Metallbügel zum einmaligen Ring.

Auch die zweite Spielzeit wird wieder drei Monate andauern. Für fünf Euro kann jeder vierundzwanzig Stunden am Tag ein originales, signiertes und nummeriertes Kunstwerk aus dem Automaten erwerben.

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