Kurzes Intermezzo am Stadttheater Landsberg: Alexander Netschajew hat in der Probezeit gekündigt – Neues Konzept nicht finanzierbar

Es war nicht mehr als ein kurzes Intermezzo, viel zu weit gehen die Vorstellungen vom „neuen“ Stadttheater auseinander. Und aus diesem Grund wird Alexander Netschajew nurmehr bis zum 31. Januar kommenden Jahres Künstlerischer Leiter sein. Er hat seinen Vertrag noch in der Probezeit gekündigt, der Stadtrat möchte nicht auf seine Forderungen eingehen.

Nach eineinhalbstündiger nicht- öffentlicher Debatte sei das Plenum mit großer Mehrheit überein gekommen, den Vertrag mit dem gerade erst verpflichteten Theaterleiter nicht über die Jahresfrist hinaus zu verlängern. Dies solle aber keine Bewertung der Arbeit Netschajews sein, betonte Oberbürgermeister Ingo Lehmann ausdrücklich. Der Dießener habe fürwahr gute Arbeit geleistet, habe Schwung ins Theater gebracht. Indes lasse sich das neue künstlerische Konzept nach Ansicht der Ratsmitglieder und des Stadtoberhauptes nicht darstellen. Die von Netschajew schon bei seiner Einstellung geforderten Eigenproduktionen – „Ich möchte Regisseur und Schauspieler bleiben!“ – sowie die eineinhalb Stellen mehr erschienen des Guten dann doch zu viel. „Mittelfristig hätte sich das jährliche Budget (Defizit, d. Red.) von 235000 Euro fast verdoppelt“, so Lehmann. Diese Vision habe der Stadtrat mit einem klaren Nein quittiert, um auch eine ungerechte Verlagerung der kulturellen Mittel in Richtung Theater zu verhindern. Ab 1. Februar 2009 wird Landsbergs Stadttheater wieder ohne künstlerische Leitung sein. Möglichst bald, so Lehmann, sei nun eine Zieldiskussion zu beginnen. Erst wenn die „inhaltliche Theaterdebatte“ abgeschlossen ist, gehe es an eine Neubesetzung.

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