Ein Lager fürs Erdreich – Stadt legt an der B17neu Zwischenlager für belastetes Aushubmaterial an

Wohin nur mit belastetem Aushubmaterial, das man später an anderer Stelle wieder einbringen kann? Um Kosten zu sparen, möchte die Stadt für solches Erdreich einen Lagerplatz einrichten – westlich der B17neu, exakt zwischen Welfenkaserne und Klausner Holz Bayern. Gegen fünf Stimmen hat der Stadtrat am Mittwoch die Aufstellung des Bebauungsplanes „Lagerplatz West“ beschlossen.

Bislang nimmt die Stadt bei der Zwischenlagerung belasteten Aushubmaterials private Flächen in Anspruch – natürlich gegen Bezahlung. Diese „Kosten in nicht unbe- trächtlicher Höhe“ könne man sich nach der Ausweisung einer eigenen Lagerfläche sparen, regte nun das Tiefbaureferat an. In welcher Höhe exakt sich das Sparpotenzial bewegt, das erfuhren die Ratsmitglieder indes nicht. Zahlreiche Standorte seien untersucht worden, beteuerte OB Ingo Lehmann (SPD), bestens geeignet sei aber nur eine rund 7500 Quadratmeter große Fläche am Rande des Gewerbe- und Industriegebietes Frauenwald 3. Es liegt zwischen Welfenkaserne und Klausner westlich der B17neu und unmittelbar an der neuen Brücke über die Umgehungsstraße. „Ideal“ also, weil gut erreichbar und zudem noch „relativ weit weg“ von der nächsten Wohnbebauung. Das Areal ist Eigentum des Bundes, der Verkaufsbereitschaft signalisiert habe. Und es ist komplett bewaldet, muss also gerodet werdet, da für die reine Lagernutzung und die Zufahrt 5300 Quadratmeter zu asphaltieren sind. Daran störten sich die Stadtrats-Grünen ebenso wie Reinhard Skobrinsky. Für diesen Zweck Wald zu opfern sei nicht richtig, monierte der BAL-Stadtrat. Er wusste von Fledermausvorkommen an besagter Stelle. „Wir sollten diese Minihabitat schützen und lieber den ehemaligen Holzlagerplatz an der Lechstaustufe 15 als Zwischenlager nutzen.“ Belange des Naturschutzes seien Gegenstand des Bebauungsplanverfahrens, beruhigte der Oberbürgermeister, ebenso der Ausgleich für den Waldverlust und weitere Untersuchungen im Sinne einer Umweltprüfung.

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