Landkreis-CSU stellt Weichen

Mit Neuwahlen zum Vorstand hat die Landkreis-CSU am Samstag die Weichen für die kommenden zwei Jahre gestellt. Zwei neue Gesichter zogen in die Führungsriege ein: der stellvertretende Landrat Peter Ditsch und Fernsehjournalist Alex Dorow, der offenbar zum Nachfolger Thomas Goppels als Kreisvorsitzender aufgebaut werden soll. Goppel selbst wurde im Amt des Vorsitzenden bestätigt, musste allerdings auch Kritik einstecken.

108 Delegierte hatten sich im Dorfgemeinschaftshaus in Eresing zur Kreisvertreterversammlung eingefunden. Goppel, der wenige Tage zuvor vom Kreisvorstand erneut zum Spitzenkandidaten nominiert worden war, forderte von seiner Partei mehr Dialog und mehr Sorgfalt in der Umsetzung politischer Ziele. In den letzten Jahren sei man „ein Stück gesprächsärmer“ geworden und habe sich zu sehr auf Erreichtem ausgeruht. So manche Fehlentwicklung sei auf mangelnde Diskussion zurückzuführen. Man müsse wieder aufeinander zugehen und vor allem mit der jungen Generation im Gespräch bleiben. „Mit den Wahlergebnissen der letzten zwei Jahre haben uns die Bürger gezeigt, dass wir eine Reihe von Änderungen vornehmen müssen.“ Eine radikale Änderung auf Kreisebene forderte der Landsberger Stadtrat Helmut Weber, nämlich eine völlig neue Vorstandschaft mit „jungem, frischem Blut“. Die Krise der CSU werde sich noch verschärfen und die „Schönwetterperiode“ der Partei sei auch im Landkreis vorbei, „da dürfen wir uns nicht in die Tasche lügen“. An die Adresse des Kreisverbandes gerichtet sagte Weber, der selbst dem Gremium seit 1973 angehört: „Wir sitzen da, nicken alles ab, und dann gehen wir raus und schimpfen.“ Niemand traue sich zu sagen, was Sache sei. Bei den Wahlen wurde Goppel mit 99 Stimmen als Kreisvorsitzender im Amt bestätigt. Zu seinen Stellvertretern wählte die Versammlung neben Dorow und Ditsch Kathrin Fischer und Thomas Eichinger. Als Schatzmeister wurde Uwe Webers wiedergewählt, Schriftführer sind Gudrun Sowa und Michael Kiessling. Bürger mobilisieren Der CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt nannte als nächstes Ziel die anstehenden Wahlen erfolgreich zu bestreiten. „Wir haben uns lange mit uns selbst beschäftigt, jetzt müssen wir uns mit den Wählern und den politischen Gegnern beschäftigen.“ So habe die CSU zum ersten Mal seit vielen Jahren ein eigenständiges Wahlprogramm für die Europa-Wahl aufgestellt. Hier müsse man in den kommenden Wochen die Bürger mobilisieren, von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen, um eine möglichst hohe Wahlbeteiligung zu erreichen. Da die Wahl mitten in den Pfingstferien stattfindet, hat die CSU in diesen Tagen eine Aktionswoche gestartet, die für die Möglichkeit der Briefwahl werben.

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