Ein Topf für neue Radwege

Vier Radwege im Landkreis sollen 2018 in Angriff genommen werden

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Vier Radwege sollen 2018 im Landkreis neu gebaut werden. Ein neuer Fördertopf hilft den Gemeinden bei der Finanzierung. Hier Landrat Thomas Eichinger (Mitte) und Sportreferent Rainer Mahl (2. von links) bei der Eröffnung des Radwegs zwischen Egling und Wabern 2017

Landkreis – Es geht voran beim Radwegeausbau: Vier Verbindungen sollen im Landkreis in Angriff genommen werden. Darunter fallen die Wege von Kaufering nach Landsberg, von Windach über Eresing nach Geltendorf sowie die Strecken Epfenhausen-Kaufering und Weil-Epfenhausen. Die Zuwendungen des Landkreises wurden vom Kreisausschuss einstimmig bewilligt. Um den finanziellen Aufwand der Gemeinden zu reduzieren, hat Sportreferent Rainer Mahl einen neuen Fördertopf aufgetan.

„Entlang der alten B17 von Landsberg nach Kaufering, das ist zu gefährlich“, beschreibt Verwaltungsdirektor Andreas Graf. Stattdessen soll nun entlang des Waldes ein Radweg entstehen. Denn in Kaufering sind große Arbeitgeber, Bahnhof und Schulen. Damit die auch von Epfen­hausen erreichbar sind, wird dort entlang der Kreisstraße LL 22 neu gebaut. Der dritte Weg führt an der Bahnlinie von Weil nach Epfenhausen, der vierte verbindet Windach und Eresing bis zur S-Bahn in Geltendorf.

„Die Gemeinden sind inzwischen öfter bereit, in den Radwegeausbau zu investieren“, sagt Sportreferent Rainer Mahl. Um ihnen den Bau von Radwegen schmackhafter zu machen, hat er den „Projektträger Jülich“ ausgemacht. Für den Radweg von Windach zahlt dieser 50 Prozent der Gemeindekosten, also knapp 150.000 Euro. Die Anträge für die drei anderen Vorhaben sind gestellt. Dank dem neuen Fördertopf sei „zu erwarten, dass die Zahl der Ausbaumaßnahmen steigen wird“.

Der Landkreis gibt für jedes Projekt eine pauschale Anschubfinanzierung von 40.000 Euro. In drei Fällen übernimmt davon jeweils 16.000 Euro der Erholungsgebieteverein Augsburg. Für die Strecke Landsberg-Kaufering sind 842.000 Euro veranschlagt, für den Weg Epfenhausen Kaufering 729.000 Euro und Weil-Epfenhausen 582.000 Euro. Inzwischen sei auch eine Förderung durch das Bundesministerium für Umwelt möglich, betont Mahl. Bei der Antragsstellung leiste der Landkreis gerne Hilfe.

Hannelore Baur (SPD) regte die Optimierung der Radwege am Ammersee an. Graf bat um Geduld: „Wir haben bisher gemacht, was geht.“ Dringlichkeitsfälle könne man nicht immer berücksichtigen. Der Amper-Ammer-Radweg sei zwar „Radweg Nummer 1“ im Landkreis, sagte Mahl, „aber das geht dann richtig ins Geld.“

Susanne Greiner

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