Kreisseniorenheime schließen 2019 im Plus

Seniorenheime mit Gewinn

Innenhof Kreisseniorenheim Theresienbad in Greifenberg
+
Für das Kreisseniorenheim Theresienbad in Greifenberg schien 2019 finanziell die Sonne: Zum ersten Mal seit zehn Jahren gab es am Jahresende einen Überschuss. Dennoch werden in Zukunft weitere Maßnahmen notwendig.

Landkreis – Die Zahlen der Kreisseniorenheime für 2019 sind rosig – „entgegen aller Vorhersagen“, betonte Landkreis-Kämmerer Thomas Markthaler im Kreissausschuss: Das Theresienbad in Greifenberg verzeichnet einen Gewinn von knapp 194.000 Euro, Vilgersthofen immerhin von knapp 69.000 Euro.

Im Halbjahresbericht war man beim Theresienbad noch von einem Minus von 170.000 Euro ausgegangen. Allerdings habe man 2019 mit einer Auslastung von 97 Prozent die höchste innerhalb der letzten zehn Jahre gehabt. Weshalb die Erträge aus der allgemeinen Pflegeleistung um 3,8 Prozent und aus Unterkunft und Verpflegung um knapp sieben Prozent gestiegen seien. Besonders tragend sind laut Markthaler allerdings die knapp 380.000 Euro Zuschuss aus der WeGebAU-Förderung, die für die Weiterbildung älterer oder geringqualifizierter Arbeitnehmer von der Bundesagentur für Arbeit kommen. „Damit haben wir nicht gerechnet.“

Das Seniorenheim in Vilgertshofen liege mit einer Belegung von 99,37 Prozent nur knapp unter der des Vorjahres: „Eine top Belegungsquote“, freute sich Markthaler. Der Gewinn sei nur deshalb nicht so hoch wie in Greifenberg, da in Vilgertshofen keine Zuschüsse der Bundesagentur beantragt werden konnten. Indessen entwickle sich die Liquidität des Vilgertshofener Heims weiterhin positiv, sodass man dem „Schwesternheim in Greifenberg“ notfalls aushelfen könne. Diese habe sich nach der Schuldenübernahme seitens des Landkreises im Jahr 2015 – knapp sieben Millionen Euro für beide Heime – zwar im Gegensatz zu 2018 wieder verbessert, erreiche aber teilweise nicht die empfohlenen Mindestwerte von 100 beziehungsweise 120 Prozent. Diese Zahl sagt aus, bis zu welchem Grad die Verbindlichkeiten durch flüssige Mittel gedeckt sind.

In den letzten acht Jahren hätten die Heime 2,4 Millionen Euro gekostet, fasste der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses Heinrich Nadler (CSU) zusammen. Zwar habe das Seniorenheim Vilgersthofen die notwendige Auslastung von 97 Prozent bis auf zwei Jahre immer erreicht und sogar bereits vor 2019 zwei Jahre im Plus abgeschlossen. Greifenberg allerdings – bis auf 2019 – noch nie.

Bezüglich beider Heime gehe man mittelfristig von weiteren Leistungen und grundsätzlichen Maßnahmen aus, so zum Beispiel im Bereich Brandschutz oder der Art der Pflegeplätze, sagte Landrat Thomas Eichinger (CSU) abschließend. Kreisrätin Renate Standfest (Grüne) forderte deshalb einen Überblick über diese Maßnahmen.

Susanne Greiner

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Gefälligkeitsatteste: Kripo ermittelt gegen Kauferinger Arzt
Gefälligkeitsatteste: Kripo ermittelt gegen Kauferinger Arzt
Landsberg: 52-Jährige tritt Mann mehrmals in Oberkörper
Landsberg: 52-Jährige tritt Mann mehrmals in Oberkörper
Neuer Träger für Landsberger Ausbildungsmesse
Neuer Träger für Landsberger Ausbildungsmesse
Kauferinger Arzt Kron mit Kind auf Berlin-Demo
Kauferinger Arzt Kron mit Kind auf Berlin-Demo

Kommentare