Kampagne "Ich für Dich"

Für mehr verlässliche Verbindungen

+
Mit diesem und sieben weiteren Motiven wirbt der Landkreis demnächst auch auf Großflächenplakaten für das Ehrenamt und die Freiwilligen-Messe am 11. Oktober.

Landkreis – Wer auf fruchtbaren Boden sät, der kann sich zumeist einer guten Ernte erfreuen. So gesehen müsste „Ich für Dich“, die Imagekampagne für das Ehrenamt, bald von ersten Erfolgen gekrönt sein; immerhin stuft Landrat Thomas Eichinger den Landkreis in diesem Bereich als „überdurchschnittlich stark“ ein. Da es aber etwa in Vereinen immer schwerer falle, Verantwortungsträger zu finden, sei es jetzt an der Zeit, neue Wege zu beschreiten, um neue Generationen ans Ehrenamt heranzuführen.

Die „Koordinierungsstelle engagierter Bürger“, kurz k.e.b., im Landratsamt hat in diesem Jahr erstmals die Möglichkeit, die Imagekampagne umzusetzen. Dem „angestaubten Begriff“ Ehrenamt wolle man ein neues Bild geben – mit „Botschaftern“, wie k.e.b.-Leiterin Katrin Dyballa jetzt bei der Präsentation der „einzigartigen“ Kampagne erklärte. Es gelte Talente abzurufen und für diese dann entsprechende Aufgaben zu finden – nicht zuletzt bei der Freiwilligen-Messe am 11. Oktober im Landsberger Sportzentrum, die Höhepunkt der Kam- pagne sein soll. Dort wird der Landrat übrigens die ersten Ehrenamts-Karten des Landkreises vergeben.

Wie der „Perspektivenwechsel hin zum Ehrenamt“ (Dyballa) erfolgen könne, das erläuterte Jürgen Farenholtz aus Landsberg. Seine Marketingagentur Netmark5 setzt die Imagekampagne im Auftrag des Landkreises um. Das Konzept stellt die „Einzelperson in den Vordergrund“, macht alle, die sich bereits ehrenamtlich engagieren zu „Botschaftern des Ehrenamts“. Kraft ihres Amtes erfahren sie ein „Upgrade, wir stellen sie auf eine höhere Stufe“, sagt Farenholtz. „Ich für Dich“ ist Slogan und Botschaft gleichermaßen, das sei in dieser Form „einzigartig in Deutschland“. Aufgabe der Kampagne ist es, über die Menschen, die Gutes tun, zu sprechen und es zu kommunizieren.

Serie im KREISBOTEN

Diese Kommunikation erfolgt in vielfältiger Weise. Als einer der Partner stellt der KREISBOTE in einer Artikelserie zahlreiche „Botschafter des Ehrenamts“ vor – beginnend in dieser Ausgabe. Gleiches wird mit Großflächenplakaten geschehen, für die Fotografin Diana Bruhn aus Igling ehrenamtlich Tätige ins rechte Licht gerückt hat. Poster wird es geben, einen herzförmigen Ich-für-Dich-Taschenwärmer, ein Bierfilzl-Gewinnspiel und 83000 Semmeltüten, die über die Bäckerei Manhart verteilt werden, und noch ein Botschafts-Fahrzeug, das die VR- Bank Landsberg-Ammersee zur Verfügung stellt.

Gewiss einmalig in der Republik dürfte sein, dass ein Tatort-Regisseur einen Kinospot für eine Ehrenamts-Kampagne produziert. Tom Bohn, der mit Farenholtz Landsberg zur Snowdance-Festival-Stadt entwickelt, drehte mit „echten Ehrenamtlichen“– Wasserwacht, Feuerwehr, Asylarbeit, Seniorenbegleitung, Nachbarschaftshilfe, Schülerlotsen und Sportverein sind mit kurzen Sequenzen bedacht. Das 35-Sekunden-Werk dürfte inzwischen fertig sein. Es wird im Cineplex Penzing und im Olympia-Filmtheater Landsberg gezeigt.

Fundamental

Eichinger, Dyballa und Farenholtz haben den Startschuss für die „charmante Imagekampagne“ gegeben. In vielen kleinen und größeren Schritten geht es jetzt in Richtung Freiwilligen-Messe, die nicht nur ein erster Höhepunkt sein soll, sondern auch eine Form der öffentlichen Anerkennung des Ehrenamts – zur rechten Zeit, denn gerade beim Thema Asyl habe es eine „fundamentale Bedeutung“ bekommen, wie Landrat Eichinger betont. Alle Beteiligten seien hier an der Grenze der Belastbarkeit angekommen, beziehungsweise hätten sie schon überschritten. Verlässliche Verbindungen, die Sicherheit und Halt geben, sind dann von besonderer Bedeutung.

Weil das im Ehrenamt grundsätzlich gilt, hat sich Katrin Dyballa ein Symbol als äußeres Zeichen für alle Unterstützer ausgedacht: In Anlehnung an die Aids-Schleife einen Anstecker in Form eines Kreuzknotens in den k.e.b.-Farben türkis-mocca.

Toni Schwaiger

Auch interessant

Meistgelesen

Töpfermarkt am Limit
Töpfermarkt am Limit
Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Die Stadtwerke Landsberg steigern ihren Gewinn
Die Stadtwerke Landsberg steigern ihren Gewinn
Jetzt kostet auch Bio-Müll
Jetzt kostet auch Bio-Müll

Kommentare