Mit dem Landkreis Straßen bauen?

Der Landkreis will sich künftig an den Verhandlungen zur Verkehrsplanung der Marktgemeinde beteiligen. Diesen Auftrag hat der Kreisausschuss vergangene Woche erteilt. „Da machen wir nichts verkehrt, verhandeln kann man immer“, sagte Landrat Walter Eichner. Vorgesehen ist unter anderem die Verlegung der Kreisstraße zwischen Igling und Kaufering in Richtung Norden.

Bürgermeister Dr. Klaus Bühler (UBV) präsentierte seinen Ausschusskollegen das Ver­kehrs­kon­­zept, in das der Landkreis als Straßenbaulastträger involviert sein wird. Oberste Priorität hat laut Bühler die Verlegung der Kreisstraße zwischen Kaufering und Igling in Richtung Norden mit einem neuen unbeschrankten Bahn­übergang. Wie Dr. Bühler bereits auf der jüngsten Bürgerversammlung (der KREISBOTE berichtete) erklärte, könnten die Landsberger auf diesem Wege bei Igling auf die B17neu auffahren. Dadurch könne der Durchgangsverkehr in der Marktgemeinde weiter reduziert werden. Erste Gespräche mit der Deutschen Bahn habe es bereits gegeben, „die Bahn favorisiert diese Lösung“, so Bühler. Die Kosten für die 900 Meter lange und rund 900000 Euro teure Straße würde gedrittelt werden, abzüglich der Förderungen belaufe sich der Anteil des Landkreises dann auf rund 180000 Euro. „Wir haben von der Bahn nur Positives gehört. Das Interesse, dass der höhengleiche Bahnübergang wegkommt, ist sehr groß“, begrüßt auch Landrat Eichner die Maßnahme. Mit der Drittelregelung fahre der Landkreis „sehr gut“. Der geplante Ausbau des Radweges zwischen Igling und Kaufering, der 2010 im Haushalt eingestellt ist, müsse dann erstmal zurückgestellt werden, so Walter Eichner. Beim vorgesehenen Bau der Kauferinger Spange Südost, die den Verkehr in südlicher Richtung vorbei am Biomasseheizkraftwerk zum Viehweideweg bis hin zur Bayernstraße umleiten soll, würde es laut Bühler Sinn machen, die Umfahrung zur Kreisstraße zu machen und die Bayernstraße, deren Bau­last­träger derzeit der Landkreis Landsberg ist, zur Gemeindestraße umzuwidmen. Des Weiteren plant die Marktgemeinde in Nordosten den Anschluss der Hessenstraße an die B17alt im künftigen Baugebiet „Lechfeldwiesen IV“ mittels Kreisverkehr sowie die Anhebung der Bayernstraße auf Niveau der B17 alt. „Das wird aber noch dauern“, so Dr. Bühlers Einschätzung. Einem Einstieg des Landkreises in die Verhandlungen wollte Monika Groner (GAL) nicht vorschnell zustimmen: „Das klingt alles sehr positiv, aber ich möchte mich erst mit der Fraktion abstimmen.“ Es gehe zunächst „um den Verhandlungsauftrag, nicht um einen Verhandlungsabschluss“, erklärte Dr. Manfred Rapp (CSU). Die Kreisausschussmitglieder sprachen sich letztlich mit zwei Gegenstimmen für den Einstieg in die Verhandlungen aus.

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