Flexibel einsetzbar

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Die Funktionen und Werkzeuge des neuen Abrollbehälters mit Rüstmaterial demonstrierten Gerätewart Alois Fackelmann und Kreisbrandinspektor Peter Kawohl für Bürgermeister Erich Püttner, Kommandant Markus Rietig, Landrat Walter Eichner und Kreisbrandrat Johan Koller (von links).

Kaufering – Im Team haben die Feuerwehrleute aus Kaufering mit den Fachleuten im Landratsamt zusammengearbeitet. Ziel: die Bestückung des neuen Abrollbehälters „Rüstmaterial“. 92000 Euro kostete der Container – er ist auch Teil des gemeinsamen Katastrophenschutzplans im Landkreis.

Bereits im vergangenen Jahr erhielt die Kauferinger Wehr für knapp 400000 Euro ein Wechselladerfahrzeug und einen Abrollbehälter „Rüst und Bahn“, der besonders bei Bahnunglücken oder schweren Verkehrsunfällen zum Einsatz kommen soll. Als Ergänzung dazu hat die Freiwillige Feuerwehr in der Marktgemeinde nun auch einen Container mit Rüstmaterial. „Das ist schon ein Unterschied zum bestehenden Container“, erklärt Kommandant Markus Rietig. „Darin ist jetzt viel Holz zum Abstützen und auch Baumaterial.“

Im Team habe man die Werkzeuge für den neuen Abrollbehälter ausgewählt, sagt Kreisbrandinspektor Peter Kawohl. „Es ist also kein Normbehälter, sondern wir haben alles selber zusammengestellt.“ Dabei habe man sich laut Rietig vor allem auf die Einsatzerfahrung berufen. Durch seine Beladung kann der Container jetzt für Sicherungsmaßnahmen aller Art eingesetzt werden, etwa ist Material zum Abstützen da, sobald die Gefahr besteht, dass ein Fahrzeug umkippt. Auch bei Unwettern können beispielsweise Decken, Bäume oder Wandteile gesichert werden. „Tiefbauunfälle kommen in letzter Zeit immer wieder vor“, weiß Markus Rietig. „Im Fall einer Verschüttung finden wir im Abrollbehälter nun das nötige Werkzeug.“ 

Neben der Kauferinger Feuerwehr haben auch das Technische Hilfswerk (THW), das Rote Kreuz und weitere Feuerwehren im Landkreis verschiedenste Abrollbehälter erhalten. „Das Konzept ist noch nicht am Ende“, so Landrat Walter Eichner. „Aber man ist im Landkreis bereits flexibel einsetzbar.“

Rund zwei Millionen Euro hat der Kreistag bislang für den Katastrophenschutzplan in den Haushalt eingestellt, dabei „musste niemand lange überzeugt werden“, sagt Eichner. Er wünsche sich, dass der neue Container im Falle eines Einsatzes gut hilft. Rietig versprach, dass der Abrollbehälter zusammen mit den Kollegen der Kauferinger Feuerwehr „stets gehegt und gepflegt wird“.

Janina Bauch

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