183 lokale Unternehmer befragt

Standortnote: Glatt "Gut"

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Besonders die gute Anbindung an Fernstraßen überzeugt Unternehmer, ihre Geschäfte von Landsberg aus zu führen.

Landkreis – Über 80 Prozent der Landsberger Unternehmer sind der Meinung, dass ihre Firma in Landsberg an einem guten oder gar sehr guten Standort sitzt – und würden die Standortwahl, sofern sie könnten, wieder genauso treffen. Das fand die IHK zuletzt in einer Umfrage unter 123 Landkreis-Unternehmen heraus. Dort wurden auch etwaige Mängel ebenso wie große Vorteile eines Firmensitzes in Landsberg analysiert.

Zu insgesamt 44 Faktoren sollten die befragten Unternehmer Stellung beziehen. Auf einer Skala zwischen eins und fünf war die derzeitige Lage in Landsberg stellvertretend für alle Unternehmer zu bewerten.

Die Stärken der Lechstadt überraschen kaum: Hiesige Geschäftsleute schätzen vor allem das regionale Straßennetz sowie die Anbindung an Fernstraßen (Schulnote 1,8). Auch vom guten Image der Stadt (2,0) sind sie überzeugt.

Dagegen schneidet die Zug­anbindung am schlechtesten ab (3,7). Auch beim Thema Wohnraumangebot (3,3) und der Anbindung an Flughäfen sehen die 123 Befragten noch Luft nach oben.

Zur Handlung fordern die Unternehmen konkret unter anderem bei der Verfügbarkeit von qualifizierten Fachkräften auf. Um dem derzeitigen Mangel sowie der zunehmenden Akademisierung entgegenzuwirken, organisiert die IHK Projekte wie beispielsweise spezielle Ausbildungsscouts. Dabei stellen Auszubildende ihren erlernten Beruf in Vorabschlussklassen vor und können so bestimmten Berufsbildern gezielt Schwung verleihen.

Ein weiteres Thema, „das den Landsbergern offenbar unter den Nägeln brennt“, wie ­Reinhard Häckl, Vorsitzender des Landsberger IHK-Regionalausschusses, erfahren hat: der Breitbandausbau, für fast jedes fünfte Unternehmen im Landkreis maßgebender Faktor für weiteres Wachstum. Häckl sieht hier „Politik und Verwaltung“ in der Pflicht. „Schnelles Internet wird als Standortfaktor immer wichtiger, vor allem mit der zunehmenden Digitalisierung der Wirtschaft.“ Mit Oberbürgermeister Mathias Neuner habe es bereits Gespräche gegeben. Darin seien auch „Ergebnisse erzielt worden“, berichtet der Landsberger IHK-Vorsitzende. Wann die Unternehmer mit dem Zugang zur Datenautobahn rechnen dürfen, ist noch nicht absehbar. Aber: „Es tut sich was in Landsberg“, verspricht Häckl. In Kürze stehe eine spezielle Breitband-Sitzung auf dem Programm, in der über weitere Schritte beratschlagt wird. Vorab verrät Häckl schon mal: Im Osten der Stadt, am Penzinger Feld, sei die Dringlichkeit für das Breitband noch nicht allzu groß. Vorrang habe erstmal das Industriegebiet.

„Insgesamt ist die Standort-Qualität für Unternehmen in Landsberg gut“, fasst Häckl zusammen. Das sei nicht nur jeden Tag spürbar sondern belege auch die Durchschnittsnote 2,0, die befragte Unternehmen ihrem Standort bescheinigten. Dass dies auch in Zukunft so bleibt, dafür ist eine weitere Zahl Indikator: Fast die Hälfte gab auf dem Fragebogen an, in den vergangenen drei Jahren seinen Standort erweitert oder eine umfangreiche Investition getätigt zu haben. Verkleinert haben in dieser Zeit gerade mal zwei von 123 Unternehmen.

Marco Tobisch

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