Landkreis Landsberg: Jahresempfang der SPD

SPD des Landkreises Landsberg setzt auf Thomas Eichinger

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Andreas Bernhard (Mitte) wurde von Hannelore Baur (rechts) mit dem Heinrich-Tlaskal-Gedächtnispreis für Respekt und Toleranz ausgezeichnet. Die Verleihung fand im Rahmen des SPD-Jahresempfangs mit Alfred und Kanna Tlaskal (Sohn und Enkelin des Stifters), dem Dießener Ortsvorsitzenden Patrick Beausencourt und dem SPD-Kreisvorsitzender Markus Wasserle (von links) statt.

Landsberg – Die SPD hat keinen eigenen Landratskandidaten aufgestellt. Und beim traditionellen Jahresempfang im Historischen Rathausfestsaal in Landsberg wurde auch klar, warum. „Wir wollen im Landkreis auf Kontinuität setzen und Thomas Eichinger unterstützen“, sagte SPD-Kreisvorsitzender Markus Wasserle. Er freue sich auf die gute Zusammenarbeit im neuen Kreistag, vom dem er hoffe, dass er eine starke SPD-Fraktion bekommen werde.

Als eine der größten Herausforderungen, die in den nächsten Jahren auf den Landkreis zukommen, sieht Wasserle neben den Themen Digitalisierung und Mobilität den steigenden Bedarf an Pflegeplätzen. Diese müssen in seinen Augen dezentral und wohnortnah geschaffen werden. „Das sind wir der älter werdenden Generation schuldig“, so Wasserle, bevor er das Rednerpult für „den vielleicht zukünftigen Hausherrn“ im Rathaus, den sozialdemokratischen OB-Kandidaten Felix Bredschneijder, räumte.

Bredschneijder widmete sein Grußwort einer „großen sozialen Frage“, nämlich der Bodennutzung. Flächenfraß und Versiegelung bedrohen die Ressource Boden, die längst Spekulationsobjekt geworden ist. Dadurch steigen Baulandpreise und Mieten, aber auch die Pachten für landwirtschaftliche Flächen. In Bredschneijders Augen sollten Kommunen „die Ressource Boden nicht aus der Hand geben“, sich also etwa Wiederkaufsrechte sichern oder bestimmte Nutzungen vorschreiben. Ein Positiv-Beispiel ist für den OB-Kandidaten die Stadt Ulm. Dort ist etwa ein Drittel der Fläche in kommunaler Hand, „und dort steigen die Preise langsamer“.

Auch der Gastvortrag des Nachmittags widmete sich dem Thema Boden. Nachhaltigkeitsberater Michael König von der in Rheinland-Pfalz ansässigen Stiftung Lebensraum sprach von Humus als „der vergessenen Klima-Chance“ und stellte regionale Humus-Zertifikate als Modell für einen aktiven Klimaschutz vor.

Bäume für Kaufering

Dass sich auch der Markt Kaufering in Sachen Arten- und Klimaschutz engagiert, berichtete Bürgermeister Thomas Salzberger. Im Rahmen eines EU-Projekts sei eine Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden und dem Landkreis geplant. Außerdem soll es Baumpflanzaktionen mit Schülern geben. Der Klimaschutzbeirat sei reaktivier worden und ein Jugendklimaschutzbeirat geplant.

Der Heinrich-Tlaskal-Gedächtnispreis für Respekt und Toleranz wurde im Rahmen des Empfangs zum fünften Mal übergeben. Er wird ausschließlich an Bürger aus Dießen verliehen und ging dieses Mal an Andreas Bernhard, einen unermüdlich tätigen Ehrenamtlichen. „Er hält sich immer im Hintergrund und arbeitet doch an vorderster Front“, sagte Hannelore Baur, Vorstandsmitglied der Dießener SPD.
Ulrike Osman

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