Wohnort: Fliegerhorst

Wohnungen für Asylsuchende auf dem Fliegerhorst bei Penzing

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Es gibt einen neuen Mieter auf dem Fliegerhorst bei Penzing: Das Landratsamt Landsberg hat seit 1. November elf Wohnungen für Asylsuchende angemietet. Einziehen werden die neuen Bewohner wohl Mitte bis Ende November.

Penzing – Seit dem 1. November gibt es neue Mieter auf dem Landsberger Fliegerhorst bei Penzing: Das Landratsamt Landsberg hat elf Wohnungen in den ehemaligen Truppenunterkünften angemietet. Dort sollen ab Mitte bis Ende November Asylbewerber untergebracht werden.

Insbesondere werde man dort asylsuchende Familien mit Kindern unterbringen, informiert der Pressesprecher des Landrats­amtes, Wolfgang Müller. „Die Unterkünfte haben wir von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) angemietet.“ Die betreffenden Familien würden dem Landratsamt durch die Regierung von Oberbayern zugewiesen und seien bis dato in den bayerischen Ankerzentren untergebracht.

Die Unterkünfte seien bereits in einem guten Zustand gewesen, betont Müller. Man habe nicht mehr renovieren müssen. Die Innenausstattung übernehme natürlich der Landkreis.

Derzeit weise die Regierung von Oberbayern dem Landkreis wieder verstärkt Asylsuchende zu. Und dabei handele sich eben überwiegend um Familien mit Kindern. Zur Aufnahme dieser Menschen ist der Landkreis verpflichtet.

Soweit die Asylsuchenden bereits erwerbstätig seien oder in Zukunft eine Erwerbstätigkeit aufnehmen wollten, erteile das Landratsamt eine Beschäftigungserlaubnis – sofern die gesetzlichen Voraussetzungen dafür vorliegen.

Derzeit lebten rund 650 Personen in den staatlichen Unter­künften, so Müller. Erst vor Kurzem hatte der Landkreis bei der Stadt Landsberg um eine dreijährige Verlängerung der Unter­bringungsmöglichkeiten in den Containern der Iglinger Straße gebeten. Container, die der Landkreis nach einem Brand wieder hergerichtet hatte – ohne zu wissen, ob die Stadt der Verlängerung zustimmt. Platzbedarf ist aber da. Denn im Moment beherbergt der Landkreis nur 70 Prozent der Flüchtlinge, die er aufnehmen muss.

Als der Antrag in den Stadtrat kam, hatte sich die dreijährige Frist bereits auf 2021 verkürzt. Dennoch lehnte der Stadtrat die Verlängerung ab. Ob die dafür zuständige Regierung von Oberbayern deshalb Leistungsklage erhebt, ist bisher nicht bekannt. Das könnte sie tun, da auf dem Grundstück Baurecht besteht. (der KREISBOTE berichtete).

Betreut werden die asylsuchenden Familien auf dem Fliegerhorst-Gelände sowohl vom Landratsamt als auch durch die Integrations- und Flüchtlingsberatung des Landratsamtes. Ansprechpartnerin beim Landrats­amt ist Jutta Augustin, Telefon 08191/129-1397. Ein zweiter Ansprechpartner ist Markus Schupp von der Flüchtlings- und Integrationsberatung der Diakonie (Telefon 0172/90 95 309). Die genauen Beratungszeiten vor Ort in der Unterkunft werde man zeitnah bekanntgegeben, so Müller.

Spenden in Form von Kleidern, Möbeln oder Fahrrädern werden nicht benötigt. Wer sich ehrenamtlich für die Geflüchteten engagieren möchte, wendet sich an Integrationslot­sin Stefanie von Valta, Telefon 08191/1291398.
Susanne Greiner/Ulrike Osman

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