Landkreis in Unterbringungsnot:

Flüchtlinge in der Tennishalle?

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Schläger und Ball haben möglicherweise bald Ruh', denn der Landkreis Landsberg prüft die Unterbringung von 200 bis 300 Asylbewerbern in der Tennishalle Kaufering.

Landsberg/Kaufering – Flüchtlinge statt Tennis? Warum nicht. Das Landratsamt prüft derzeit unter anderem aus baurechtlicher Sicht, ob die Anmietung der Kauferinger Tennishalle in der Landrat-Müller-Hahl-Straße für die Unterbringung von rund 200 bis 300 Flüchtlinge infrage kommt. Die privat betriebene Halle steht auf einem Grundstück des Landkreises Landsberg.

Wie Landratsamtssprecher Wolfgang Müller in einer Presseerklärung weiter ausführt, sind aktuell 1.070 Asylsuchende im Landkreis Landsberg untergebracht. Darin noch nicht berücksichtigt sind die 180 Personen in der zur Notaufnahmeeinrichtung umfunktionierten Lechturnhalle in Landsberg. In der Gesamtzahl enthalten seien hingegen 82 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die, wie im KREISBOTEN mehrfach berichtet, vom Amt für Jugend und Familie in Obhut genommen wurden und von SOS Kinderdorf betreut werden.

Laut Müller werden dem Landkreis zurzeit weitere 40 Asylsuchende sowie weitere minderjährige Flüchtlinge von der Regierung von Oberbayern zugewiesen. „Schon bei gleichbleibender Zuweisungsrate ist daher mit knapp 1.500 Asylbewerbern nur bis zum Jahresende im Landkreis Landsberg zu rechnen“, so der Behördensprecher weiter. Das Landratsamt ist deshalb nach wie vor auf Angebote zur Anmietung von Wohnungen, Häusern und Büro- oder Gewerbegebäuden sowie bebaubare Grundstücke dringend angewiesen.

Angebote würden unter der Rufnummer 08191/129-120 gerne angenommen.

Toni Schwaiger

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