CSU-Landratskandidat

Ein Kandidat, drei Bewerber

Eine Kandidatur und bereits drei Bewerber – mindestens: Für die CSU würden bei der Kommunalwahl 2014 gerne (im Uhrzeigersinn von oben links) Thomas Eichinger aus Schondorf, Bernd Kösslinger aus Finning und Michael Kießling aus Denklingen ins Rennen gehen. Indes: Es kann nur einen geben…

Landsberg – Dass Landrat Walter Eichner bei der Kommunalwahl 2014 für das Amt des Landrats nicht mehr zur Verfügung steht, ist bereits seit Januar bekannt. Seither läuft innerhalb der CSU die Suche nach einem Nachfolger.

Mit Michael Kießling aus Denklingen und Thomas Eichinger aus Schondorf – beide stellvertretende CSU-Kreisvorsitzende – habe zwei Bewerber ihre Hüte vor geraumer Zeit in den Ring geworfen, jetzt kommt ein dritter hinzu: Bernhard Kösslinger aus Finning.

„Wir gehen davon aus, dass noch ein bis zwei weitere Bewerber hinzukommen werden“, sagte CSU-Kreisvorsitzen- der Alex Dorow auf Anfrage des KREISBOTEN am Wochenende. Namen könne er keine nennen, da die Betroffenen noch nicht definitiv zugesagt hätten. Für Bernd Kösslinger gilt das seit Montag nicht mehr, via Presseerklärung lässt der wissen, dass er für eine Landratskandidatur zur Verfügung stehe.

Der 51-jährige Jurist aus Finning fühle sich „bestens in der Lage“, das Amt des Landrates mit aller Kraft auszufüllen. Das sehe er vor allem infolge seines Studiums und seiner jahrzehntelangen Praxis als Rechtsanwalt als gewährleistet an. Aufgrund seiner bisherigen Tätigkeit in Vorständen und Präsidien der Mittelstandsvereini­gung der CSU und auch der CDU auf bayerischer, deutscher und europäischer Ebene wolle er seinen Sachverstand vor allem in der Wirtschaftspolitik einbringen und die „ohnehin schon starke Wirtschaftsförderung im Landkreis Landsberg“ noch forcieren. Aktuell ist Kösslinger Kreisvorsitzender der Mittelstandsunion Landsberg.

Ob sich tatsächlich noch ein weiterer CSU-Kandidat bewerben wird, dürfte sich auf der der Kreisvorstandssitzung am Freitag zeigen. Zu­mindest soll an diesem Abend ein Termin für den Ablauf der Bewerbungsfrist festgelegt werden. Voraussichtlich wird dies Mitte/Ende Mai sein. Dorow ergänzt: Gleichzeitig werde man entschieden, ob eine Findungskommission installiert wird, wie von einigen Mitgliedern gefordert. Der Termin für die Kreisdelegiertenversammlung mit der Wahl des Landratskandidaten stehe noch nicht fest.

Einer der bereits bekannte Bewerber ist Michael Kießling. Der Bauingenieur ist als leitender Produktmanager bei einer Softwarefirma tätig. Der 39-jährige Vorsitzende des CSU-Ortsverbandes Pürgen, lange Zeit in der Jungen Union aktiv, hat seinen Wohnsitz vor Kurzem von Lengenfeld nach Denklingen verlegt. Der zweifache Vater würde als Landrat gerne die Zukunft des Landkreises mitgestalten. Sehr wichtig wäre ihm dabei die Förderung der Schulen, insbesondere auch der beruflichen Schulen, damit im eigenen Kreis genügend Fachkräfte für Industrie und Wirtschaft hervorgebracht werden könnten.

Die Schaffung von Arbeitsplätzen, der wirtschaftliche Erfolg des Landkreises und eine umsichtige Finanzwirtschaft liegen ihm ebenso am Herzen wie Energieeinsparungen. Bei der Energiewende sei es ihm wichtig, die Gemeinden zu unterstützen, um etwa Konzentra­tionsflächen für Windkraftanlagen zu finden und somit eine Verspargelung der Landschaft zu vermeiden. Denn Mensch und Natur gehören für ihn eng zusammen.

Der Bewerber aus Schondorf, Thomas Eichinger, ist beruflich als Personalberater in München tätig. Dort ist er mit der Beratung von Firmen bei der Auswahl von Fach- und Führungs­kräften im Bereich der Informationstechnologie betraut. Der frischgebackene Vater eines Sohnes feiert in Kürze seinen 39. Geburtstag. Seit 1996 ist er Gemeinderat in seinem Heimatort und ebenso lange auch Kreisrat.

Es mache ihm große Freude, die eigene Heimat mitzugestalten – „und das kann man als Landrat eben in einem viel größerem Ausmaß“, begründet Eichinger seine Entscheidung, sich als Kandidat zur Verfügung zu stellen. „Es wäre eine erfüllende Aufgabe für mich, für die Menschen im Landkreis da zu sein.“ Als wichtiges Ziel nennt auch Eichinger die Schaffung von Arbeitsplätzen – gerade im Hinblick auf die vielen Pendler. Leben und Arbeiten im Landkreis sollte durch mehr wirtschaftliche Ansiedlungen er­- möglicht werden, denn damit würde auch die Wertschöpfung im Kreis verbleiben.

Toni Schwaiger/Manuela Schmid

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