BRK-Jahresempfang im Landratsamt Landsberg

Ehrungen BRK Landsberg: 150.000 Stunden für die Allgemeinheit

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Geehrte und Gratulanten: Anton Huber, Paul Fabian, BRK-Kreisvorsitzender Alex Dorow, BRK-Bezirksvorsitzende Christa Stewens, Hubert Busch, Armin Hirschauer, Stefan Wörsching, Dr. Klaus Nafzger, Andrea Geyer, stellvertretende Landrätin Ulla Kurz und BRK-Vizepräsidentin Brigitte Meyer (von links).

Landkreis – Es war ein Abend der Jugend – und einer, der so gut besucht war wie noch kein BRK-Jahresempfang vor ihm. „So voll waren wir noch nie“, stellte Kreisvorsitzender Alex Dorow mit einem erfreuten Blick auf die gut besetzten Stuhlreihen und Fensterbänke im Sitzungssaal des Landratsamts fest.

Das hatte seinen Grund. Es waren Schützlinge aus vier BRK-Kindertagesstätten mit ihren Eltern gekommen, um die Gäste mit einer Vorführung zu unterhalten. In einem Video präsentierte der Kreisverband außerdem alle acht Kitas, die er in Pürgen, Thaining, Hofstetten, Schwabhausen, Weil, Prittriching, Scheuring und Landsberg betreibt. Eine weitere kommt bald hinzu. Wie Kreisgeschäftsführer Andreas Lehner berichtete, übernimmt das BRK im kommenden Jahr eine Einrichtung in der Gemeinde Denklingen. „Wir sind nicht nur für Krankheit und Beschwerden zuständig“, so Lehner. „Kitas sind unser größtes Geschäftsfeld.“

Beeindruckendes vermeldete Alex Dorow von den Ehrenamtlichen. 60.000 Stunden hat der Bereitschaftsdienst in diesem Jahr schon geleistet, unter anderem bei Großveranstaltungen wie dem Kaltenberger Ritterturnier, dem Puls Open Air und dem Ruethenfest. Auf sage und schreibe 90.000 freiwillige Stunden kam die Wasserwacht in dieser Saison. Nicht nur Alex Dorow fand, dass das „eine gewaltige Leistung“ ist. Als erfreulich bewertete der Kreisvorsitzende auch die Nachwuchssituation. 40 Mitglieder hat das Jugend-Rotkreuz zur Zeit, „und es werden immer mehr“.

Anerkennung und Dank von Seiten des BRK-Präsidiums überbrachte dessen Vizepräsidentin Brigitte Meyer. Und die oberbayerische BRK-Bezirksvorsitzende und ehemalige bayerische Sozialministerin Christa Stewens lobte, die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter seien „der Kitt, den unsere Gesellschaft braucht“. Ohne das unbezahlbare Engagement der vielen Freiwilligen „sähe unser Leben wesentlich ärmer aus“. Es sei ein Beitrag dazu, wie die Gesellschaft wieder mehr zueinander finden könne in Zeiten, in denen es keinen richtigen Gemeinsinn mehr gebe.

Die stellvertretende Landrätin Ulla Kurz betonte, sowohl die Kommunen als auch der Landkreis wüssten, was sie am BRK haben, etwa als Partner im Katastrophenschutz. Auch in Zukunft werde der Wirkungskreis nicht kleiner werden. „Ihre vielfältigen Hilfsangebote sind unverzichtbar und unbezahlbar“, sagte Kurz.

Kreisgeschäftsführer Lehner beschrieb das Jahr 2019 als „arbeitsreiches, intensives, aber auch gutes Jahr“. Die BRK-Aktivitäten im Landkreis wurden weiter ausgedehnt – das gilt für Blutspendetermine und Flüchtlingsarbeit ebenso wie für die Kleiderläden, deren Öffnungszeiten ausgeweitet werden konnten. Dennoch ist nicht alles eitel Sonnenschein. „Die nächste Herausforderung wird die Pflegekrise“, prophezeite Lehner. Gerne würde er mit dem Vorurteil aufräumen, dass der Pflegeberuf schlecht bezahlt und unattraktiv ist – beides sei nicht mehr der Fall.

Ein Kraftakt

Dass im geplanten BRK-Sozialzentrum mit 18 Tagespflegeplätzen auch Mitarbeiterwohnungen untergebracht werden sollen, ist ein Weg, die notwendigen Pflegekräfte nach Landsberg zu holen. Wirtschaftlich werde das Bauprojekt ein Kraftakt, erklärte Lehner. Man werde einen Kredit aufnehmen müssen, weil die notwendigen Mittel nicht vollständig erwirtschaftet werden können.

Mit Ehrungen für langjährig engagierte Ehrenamtliche endete der offizielle Teil des Abends. Der ehemalige Kreisgeschäftsführer Anton Huber und Wasserwachtler Paul Fabian aus Schondorf erhielten die Ehrennadel für ihr 50-jähriges Engagement. Andrea Geyer wurde für 40 Jahre bei der Wasserwacht Dießen ausgezeichnet, Dr. Klaus Nafzger, Hubert Busch, Stefan Wörsching und Armin Hirschauer für je 25 Jahre bei der Bereitschaft beziehungsweise Wasserwacht.

Für den musikalischen Rahmen des Abends sorgte das Sinfonieorchester des Ignaz-Kögler-Gymnasiums.
Ulrike Osman

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