HSB Landsberg besiegt Spitzenreiter Gotha Rockets

Nach den zuletzt durchwachsenen Leistungen der Heimerer Schulen Basket Landsberg hat das Team von Trainer Sascha Kharchenkov nun ein Ausrufezeichen gesetzt: Gegen den mit letztjährigen Bundesligaspielern be­stückten Regionalligaspitzenreiter Gotha Rockets gewannen die Lechstädter in fremder Halle mit 77:72. Mit diesem Sieg unterstrich die HSB ihre Ambitionen auf einen Platz unter den besten Drei in der Liga.

„Es waren zwei komplett unterschiedliche Halbzeiten“, leitet Landsbergs Teammanager seinen Rückblick ein. Die HSB kam sehr schlecht ins Spiel. Im Angriff war viel zu wenig Bewegung, es wurden keine Systeme gespielt, stattdessen versuchten es die Kharchenkov-Schützlinge, die noch schwere Beine von der Fahrt zu haben schienen, mit Einzelaktionen. Gotha hingegen war sehr gut eingespielt. Die Centergarde um Avi Kazarnovski – letzte Saison noch beim Bundesligisten Nördlingen unter Vertrag – glänzte durch starkes Zusammenspiel und führte sein Team bis zur 14. Minute zu einer komfortablen 13-Punkte-Führung. Doch dann schienen die Landsberger endlich aufzuwachen. Jason Boucher (26 Punkte) trieb seine Teamkollegen an und so holte man Punkt um Punkt auf, ehe es zur Halbzeit nur noch 41:37 für die Gastgeber stand. In der Halbzeitpause haben sich die Spieler dann „selbst intensiv eingebracht“, so Fleßner. „Sie merkten, dass es nicht Gothas bester Tag war“. Dementsprechend motiviert gingen die Mannen um Kapitän Michael Teichner dann in den dritten Spielabschnitt. Im Angriff agierten sie konzentrierter, erspielten sich so gute Würfe und in der Verteidigung stellten sich die Lechstädter nun gut auf das Spiel der Thüringer ein. Der Wille, die Partie zu gewinnen, war da. Obwohl Fabian Kirchhoff (14) diesmal nicht 80 Prozent seiner Würfe traf, übernahm Landsberg die Führung – auch wegen eines hervorragend coachenden Sascha Kharchenkov, lobt Jürgen Fleßner den Trainer. „Er hatte taktisch hervorragende Momente.“ Das war ungemein wichtig, denn in der engen Schlussphase versuchte Gotha noch einmal mit sämtlichen taktischen Mitteln, das Spiel zu drehen. Doch die HSB ließ sich nicht beirren, blieb bei ihrem Spiel, verteidigte hart und kam so auch zu Schnellangriffpunkten. Florian Pejchar (13) und Lukas Klocker sorgten dann mit wichtigen Würfen in der letzten Minute für die Entscheidung und den 77:72-Endstand. Der Jubel war groß und erste Glückwünsche kamen vom Lokalrivalen und neuen Tabellenführer BG Leitershofen/Stadtbergen. Bei diesem gastiert die HSB in zwei Wochen und die Vorfreude auf das alljährliche Saisonhighlight ist angesichts des HSB-Überraschungs­sieges enorm. Zunächst aber müssen Kharchenkovs Mannen aber die Hürde Rattelsdorf nehmen. Die Franken gastieren am kommenden Sonntag um 17 Uhr im heimischen Sportzentrum. Die „Independents“ befinden sich zwar mit erst zwei Siegen nur auf dem 12. Platz, dürfen aber nie unterschätzt werden. Denn mit dem extrem offenisv-orientierten Spielstil können die Rattelsdorfer an einem guten Tag jeder Mannschaft gefährlich werden, wissen Jürgen Flessner und Sascha Kharchenkov.

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