Wasser ist Leben

Ein Kunstwerk von Oskar Imhof fürs Lechufer

Wasserrad, Kunstwerk von Oskar Imhof
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Oskar Imhof hat ein Kunstwerk geschaffen, das die Kraft des Wassers symbolisiert.
  • Ulrike Osman
    VonUlrike Osman
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Landsberg – Sein ganzes Berufsleben lang hatte Oskar Imhof auf die eine oder andere Art mit Wasser zu tun. Als junger Ingenieur plante er Wasserkraftanlagen. Später, bei den Stadtwerken Landsberg, war er unter anderem Bereichsleiter für das Inselbad. Nun hat er ein Kunstwerk geschaffen, das die Kraft des Wassers symbolisiert. Es soll am Lechufer aufgestellt werden – wo genau, ist noch offen.

„Wasser ist Leben“ heißt das Werk, das Imhof aus dem Antriebsrad einer Wasserturbine angefertigt hat. Er hat es vor vielen Jahren aus dem Bestand eines aufgelassenen Wasserkraftwerks gekauft. „Es wäre sonst verschrottet worden“, erzählt der 65-Jährige. Das gusseiserne Rad hat einen Durchmesser von 1,85 Metern und ist etwa 100 Jahre alt. Damals habe man so große Teile nicht in einem Stück schweißen können, so der Landsberger. Deshalb bestand das Rad aus zwei zusammengeschraubten Hälften.

Imhof löste die Schrauben und verschob die beiden Hälften gegeneinander. Die Mittelachse symbolisiert seiner Vorstellung nach den Lech, der Landsberg in zwei Hälften teilt. Das Kunstwerk soll daran erinnern, dass der Fluss einst die Lebensader war, an der sich Menschen niederließen, weil sie hier ein Auskommen fanden.

Doch Imhof will auch in die Zukunft weisen. Das 500 Kilo schwere Kunstwerk steht für die Kraft des Wassers und damit für erneuerbare Energie. Er hofft, dass den künftigen Betrachtern der Zusammenhang klar wird. „Es freut mich, wenn ich auf etwas hinweisen kann, dass die Menschen zum Nachdenken bringt.“ Kunst ohne tiefere Bedeutung zu schaffen, wäre für ihn sinnlos.

Bleibt die Frage, wo das Werk am besten zur Geltung kommt. Die ursprüngliche Idee, es bei der Anlandungsstelle des Lech-Stegs nahe dem Inselbad aufzustellen, gefällt dem Künstler nicht so recht. Um die gedankliche Brücke zur Wasserkraft zu schlagen, braucht es die Blickbeziehung zum Lechwehr. Mit Vertretern der Stadt und dem Kulturreferenten Axel Flörke soll nun ein geeigneter Platz gefunden werden. Flörke war es auch, der dazu anregte, das Werk - über Spenden finanziert - für den öffentlichen Raum anzukaufen.

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