Die Weichen weiter stellen

Landsberg: Ein Schritt weiter zum Neubau der Landratsamt-Außenstelle

Neubau Außenstelle Penzinger Feld Landratsamt
+
Im Realisierungswettbewerb für die neue Außenstelle des Landratsamtes überplant werden soll das rot umrandete Gebiet Am Penzinger Feld. Hier die Skizze des Gewinners des städtebaulichen Wettbewerwerbs LARS consult.

Landkreis – Ein weiterer Schritt zum Neubau der neuen Außenstelle des Landratsamtes Am Penzinger Feld ist getan: Der Kreisausschuss beschloss diese Woche den Auslobungstext für den Realisierungswettbewerb. Er soll im März versandt werden, der Wettbewerb bis Oktober abgeschlossen sein. Ein Antrag von Renate Standfest (Grüne) zur Verschiebung des Beschlusses wurde abgelehnt.

Monika Beltinger vom Planungsbüro Lars consult stellte die entscheidenen Inhalte vor. Generell ist eine Überplanung eines größeren Gebietes als des Bauplatzes der Außenstelle vorgesehen: „Das Gebiet schweift nach Osten aus“, so Beltinger. Dies sei wegen der nicht einfachen Entwässerungssituation – der Niederschlag kann auf dem Gebiet nicht versickern – notwendig.

Im Auslosbungstext gefordert wird unter anderem eine „Bistro-Lounge“ – also eine Kantine für die Mitarbeiter. Angedacht sind 390 Arbeitsplätze in Einzel- und Doppelbüros. Großraumbüros halte man wegen der eher privaten Anliegen der Landratsamtsbesucher für ungeeignet. Für die Mitarbeiter und Kunden rechne man gemäß der Stellplatzsatzung der Stadt Landsberg mit 390 Mitarbeiter und 120 Besucherparkplätzen.

Im neuen Gebäude soll auch ein Sitzungssaal entstehen. Die mögliche Erweiterung „in der Zukunft“ – ein zweiter ‚Quader‘ Richtung Osten – solle „skizzenhaft angedacht werden“, betonte Beltinger. Insgesamt sei „nachhaltiges Bauen“ gefordert, auch eine Holzbauweise werde befürwortet.

Bei dem EU-weit ausgeschriebenen Wettbewerb handele es sich um einen nichtoffenen: acht Teilnehmer sollen gesetzt werden, unter ihnen auch der Gewinner des städtebaulichen Wettbewerbs – LARS consult. Die restlichen zwölf werden aus den, vorher auf bestimmte Kriterien geprüften, Bewerbern ausgelost. Insgesamt koste der Wettbewerb an Preisgeldern und Bearbeitungsgebühr 212.500 Euro, darunter 56.000 Euro für den Gewinner. Keine kleine Summe, wie Beltinger zugab, man erhalte aber auch 20 Entwürfe. Die Auswahl des letztendlich zu beauftragenden Büros falle zwischen den drei Gewinnern mittels eines formalistischen Punktevergabesystems.

Als Sachpreisrichter des Kreisausschusses wurden gesetzt: Landrat Thomas Eichinger (CSU), Josef Loy (CSU), Herbert Kirsch (FW), Markus Wasserle (SPD – von der CSU benannt) und Alexander Herrmann (Grüne).

Grünenkreisrätin Standfest übte Kritik: So erscheine ihr die Anzahl von 510 Stellplätzen „überdimensioniert“. Auch die Bezeichung Außenstelle halte sie für fragwürdig. Immerhin werde ein Sitzungssaal geplant und auch das Büro de Landrates solle dort Platz finden. Tobias Linke (BP) forderte hingegen „lieber einen Stellplatz mehr als einen zu wenig“. Zu wenig Parkplätze würden die Bürger als erstes kritisieren.

Standfest plädierte auch für eine Verschiebung der Abstimmung. Man habe den Auslobungstext erst kurz vor der Sitzung erhalten, eine Beurteilung des Inhalts „aus dem Blauen“ halte sie für nicht ausreichend. Der Text werde erst im März versandt, beschwichtigte Eichinger. Auch die Jury werde den Text noch genau prüfen. Einen Antrag auf Vertagung des Beschlusses seitens Standfest lehnte der Ausschuss mehrheitlich ab.

Der Auslobungstext wurde gegen drei Stimmen beschlossen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Katastrophenschutzhalle mit Untermietern
Katastrophenschutzhalle mit Untermietern
Gefälligkeitsatteste: Kripo ermittelt gegen Kauferinger Arzt
Gefälligkeitsatteste: Kripo ermittelt gegen Kauferinger Arzt
Landsberg: Wohnungen kommen, Uniper bleibt
Landsberg: Wohnungen kommen, Uniper bleibt

Kommentare