Erste Hilfe bei Traumata

BRK Landsberg erhält Bayerischen Integrationspreis

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Die vom BRK ausgebildeten Traumahelfer für Landsberg

Landsberg/München – Große Freude herrscht derzeit beim Roten Kreuz in Landsberg. Für das Projekt „Muttersprachliche Trauma-Ersthelfer/innen“ wurde der Verband mit dem Bayerischen Integrationspreis 2018 ausgezeichnet. Am kommenden Mittwoch findet die feierliche Verleihung statt.

Der Preis wird von der Bayerischen Staatsregierung jedes Jahr an herausragende Projekte verliehen, die dazu beitragen, dass Zuwanderer sich leichter integrieren können. Das BRK hat die Ausbildung zum muttersprachlichen Traumahelfer bereits zum zweiten Mal durchgeführt. Insgesamt 15 Personen aus fünf Ländern lernten von Psychotherapeuten und Ärzten Stabilisierungstechniken für Menschen mit Traumata. Ziel des sechstägigen Projektes ist es, dass die Teilnehmer Flüchtlingen in schwierigen Situationen emotional zur Seite stehen können. Laut dem Roten Kreuz treten die Folgeerscheinungen von Traumata vor allem dann auf, wenn die Flüchtlinge einem geregelten Alltag nachgingen und vermeintlich zur Ruhe kämen. Durch das Innehalten würden alte Bilder und Erlebnisse wieder hochkommen, die zu Schlaflosigkeit, Alpträumen und auch Depressionen führen. Vermehrter Drogen- und Alkoholkonsum können die Folgen sein.

Für das Projekt hat das Rote Kreuz vor kurzem auch schon den mit 1500 Euro dotierte VR-Sozialpreis erhalten. 

Stephanie Novy

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