Landsberg baut, repariert und investiert

Stadt gibt 40 Millionen Euro für Hoch- und Tiefbau aus

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8,2 Millionen Euro sind noch für die laufende Fertigstellung der Mittelschule zu zahlen. Und auch an anderen Stellen baut und investiert die Stadt 2018.

Landsberg – Die Stadt wird in den kommenden vier ­Jahren erhebliche Summen, nach ­jetzigem Stand mindestens 40 Millionen Euro, für den Hoch- und Tiefbau ausgeben. Hinzu kommen Aufwendungen, die der Stadtrat im nächsten Jahr beschließt. Zwei Drittel ­entfallen auf die Errichtung und Sanierung von Gebäuden, ein Drittel auf den Straßenbau.

Größter Brocken beim Hochbau ist nach wie vor die Fertigstellung der Mittelschule, für die noch 8,2 Millionen Euro zu zahlen sind. Erheblich ins Gewicht fällt auch die Errichtung der neuen Obdachlosenunterkunft in der Jahnstraße; hierfür hat Kämmerer Peter Jung 3,1 Millionen Euro reserviert. Beide Maßnahmen sind genehmigt und 2017 bereits begonnen worden; insofern kann der Stadtrat die zu erwartenden Ausgaben im Rahmen der Haushaltsberatung nur zur Kenntnis nehmen.

Vier Millionen fürs Juze

Ebenfalls dem Grunde nach bereits beschlossen ist der Neubau des Jugendzentrums an der Lechstraße; dazu liegt noch ­keine detaillierte Planung vor. Ohne ­Parkgaragenerweiterung rechnet der Kämmerer in einer groben Schätzung mit ­Investitionskosten von rund vier ­Millionen Euro. Einen Großteil dieser Kosten trägt allerdings der Pflugfabrik-Investor.

Das Jugendzentrum muss verlagert werden, weil an der alten Stelle am Papierbach die Kindertagesstätte „Spöttinger Straße“ entsteht. Auch hierzu liegt noch keine Planung vor (zumal das Ergebnis des Gestaltungswettbewerbs aus rechtlichen Gründen nicht übernommen werden kann, wie der KREISBOTE berichtete) – Jung hat hier erst einmal 3,6 Millionen Euro Gesamtkosten in die Plantabelle aufgenommen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Sportzentrum samt Eissporthalle. Die bereits 2017 vorgesehene Erneuerung der Tartanbahn (sie kostet 845.000 Euro) ist nun für 2018 geplant. Hinzu kommen Aufwendungen für die Außenanlagen, einen behindertengerechten Aufzug, die Betriebstechnik für die Lautsprecher, einen Lufttrockner und die Umgestaltung des Parkplatzes in Höhe von insgesamt 1,4 Millionen – wie in allen genannten Fällen verteilt auf die Jahre, in denen die Maßnahmen ausgabenrelevant werden.

Größere Posten beim Hochbau sind die Sanierung des Feuerwehrhofs (200.000 Euro), die soeben beschlossenen Photovoltaikanlagen auf Mittelschule und Stadtverwaltung (180.000 Euro) und die Erweiterung des Kindergartens Arche (380.000 Euro). Für die Grundschule ­Erpfting sind bislang nur Mittel für die Erneuerung der Außenanlage eingeplant, sie soll 2019 erfolgen. Auf Umbaumaßnahmen werden Lehrer, Schüler und Eltern dort also noch länger warten müssen.

Beim Straßenbau steht naturgemäß der Lechsteg als größter Posten in der Planung; hierfür entstehen Ausgaben in Höhe von 4,8 Millionen Euro. Weitere Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Papierbach-Projekt sind die Unterführung und Fußgängerbrücke über die Bahnlinie sowie die Umgestaltung des Spöttinger Kreisels; hierzu sind teilweise bislang nur Planungskosten eingestellt. Große Ausgabenblöcke sind die Erschließung des Baugebiets Römerauterrasse sowie der Ausbau der Pössinger Straße, der von-Eichendorff-Straße, der Max-Friesen­egger-Straße, der Altöttinger Straße, der Schongauer Straße und des Hindenburgrings. Außerdem sind Mittel für neue Radwege eingestellt.

Jung strebt in diesem Jahr etwas an, was kaum eine Kommune schafft: Der Haushalt soll noch vor Jahresbeginn, in den letzten Dezember-Sitzung des Stadtrats, verabschiedet werden. Gleichzeitig arbeitet die Kämmerei auch am Jahresabschluss für das Jahr 2016; Jung und seine Mitarbeiterin Yvonne Fritzsche hatten zuvor mehrere Abschlüsse nachholen müssen, die vom früheren Kämmerer nicht erstellt worden waren.

Werner Lauff

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